Auf nach Kolumbien




 
Gestern hab ich mich von Mitad del Mundo aus auf den Weg zur kolumbianischen Grenze gemacht. Dort bin ich um 21 Uhr angekommen und hab die Nacht noch in ’nem Hotel in Tulcan auf der ecuadorianischen Seite verbracht. In Kolumbien geht’s ja schon etwas rauher zur Sache und der Lonely Planet meint, man solle lieber keine Nachtbusse nehmen, denn die würden von FARC-Terroristen manchmal in die Luft gesprengt. Meistens geht’s aber nur um ein politisches Zeichen und sie sind so nett, Leute und Gepäck vorher rauszulassen. Wie ernst das alles zu nehmen ist muss ich noch rausfinden, der erste Grenzübertritt musste aber nicht unbedingt nachts sein.

Heute Morgen ging dann alles ziemlich problemlos und fix und ich bin ins 7 Stunden weiter nördlich gelegene Popayan gefahren. Von der Stadt hab ich noch nicht viel gesehn, weil ich erst abends angekommen bin, scheint aber ein richtig schöner Kolonialort zu sein. Die paar Straßen, die ich gesehen hab, erinnern mich auf jeden Fall ziemlich an das schnucklige historische Zentrum von Quito.

Iguazu-Wasserfälle




 
Gestern Morgen bin ich von Ciudad del Este nach Puerto Iguazu in Nordargentinien weitergereist, um die Iguazu-Wasserfälle zu besuchen. Dazu musste ich zuerst die Grenze nach Brasilien passieren und dann vom brasilianischen Foz do Iguacu aus ’nen Bus ins wenige Kilometer entfernte Argentinien nehmen. Vorm Grenzübergang lernte ich ’nen 60jährigen überaus gesprächigen Nürnberger kennen, der mir ziemlich auf den Keks ging, weil er einfach nicht aufhörte mich zuzutexten. Zum Glück konnte ich ihn kurz danach wieder abschütteln.

Dann gab’s erstmal ein kleines Problem. Von den meisten Grenzübergängen war ich gewohnt, dass dutzende Typen dahinter stehen, bei denen man Geld tauschen kann. Ich hatte die Taschen voller Guaranis aus Paraguay, doch es gab genau eine einzige Wechselstube und die war dicht. Ich hoffe, dass die Kohle überhaupt jemand haben will, ich hab das ungute Gefühl, dass man außerhalb Paraguays Guaranis nirgends loskriegt.

Wie auch immer, ich hatte ein Problem: Der nächste Geldautomat war Kilometer entfernt und ich hatte keine brasilianischen Reales. Ich fragte Typen, der mit seinem Motorrad rumstand, ob’s hier wirklich keine illegalen Geldtauscher gibt. Gab’s nicht, aber er meinte, er sei ein Motorradtaxi und könne mich zum Geldautomaten bringen. Super, also draufgesprungen und losgedüst. Motorradtaxi, das hat was, ist auf jeden Fall ’ne ganze Ecke abenteuerlicher als in ’nem langweiligen Auto. :)

Ich ließ mich dann noch von ihm zum Busbahnhof bringen und fuhr rüber nach Puerto Iguazu auf der argentinischen Seite. Dort checkte ich im Hostel Inn ein, das hatte schicke Räume, super Essen und ’ne recht nette Atmosphäre. Ich lernte zwei Engländer kennen, die noch nicht lange in Amerika unterwegs waren und erzählte den ein oder anderen Schwank von meiner Reise. Nach ziemlich langer gringofreier Zeit in Paraguay war’s super, mal wieder unter Travellern zu sein. Abends gab’s im Hostel fü 30 Pesos (6 Euro) ein fettes Büffet und Caipi-Flatrate. Dazu gab’s ’ne recht dämliche Animation, wir vermieden erfolgreich, eingebunden zu werden, schädelten uns die Birne weg und schauten entspannt zu, wie die Hostelbewohnerinnen sich zu Arschwackel-Tanzmanövern überreden ließen.

PanoramaNah dranDirekt davorMit dem Boot mittenreinPonchos, geholfen hat’s nix :)Geballte Kraft

Heute Morgen um 8 Uhr startete meine Tour zu den Wasserfällen. Bedenkt man den gestrigen Caipi-Konsum, kam ich erstaunlich gut aus’m Bett. Im Tour-Bus gab’s ’ne englische Gruppe um eine recht freakige rothaarige Hippie-Frau, die leicht zur Aufmerksamkeitssucht tendierte, außerdem ein leicht spießig angehauchtes Paar bestehend aus einem Nürnberger und einer Holländerin. Diese beiden Gegenpole konnten sich naturgemäß nicht ausstehen, ich musste mich also entscheiden, mit wem ich den Tag verbringen wollte. Auf ganz alleine hatte ich keinen Bock, die Hippie-Frau kam bisschen zu anstrengend rüber, also blieb nur die Spießervariante übrig. Die beiden waren alles in allem recht nette Spießer, mit gelegentlichen Späßchen unter der Gürtellinie konnte ich ganz gut Stimmung verbreiten und so wurde es ein lustiger Tag mit ihnen.

Die Wasserfälle waren wesentlich fetter, als ich sie mir vorgestellt hatte. Insgesamt besteht Iguazu aus 280 Fällen, von winzig bis gewaltig ist alles dabei. Auf der argentinischen Seite kann man ziemlich weit ins Gelände hineinlaufen, auf der brasilianischen gibt’s nur ’nen Panoramablick, deswegen hab ich mich für Argentinien entschieden. Es ist echt beeindruckend, so nah an dieser donnernden Gewalt zu stehen, die da herunterprasselt. Das Gelände ist so riesig, dass man ohne Probleme den ganzen Tag dort verbringen kann.

Für den Nachmittag hatten wir ’ne Boots-Tour gebucht. Die Agentur hatte gesagt, dass man trockene Sachen mitbringen soll, weil’s recht feucht werden kann. Außerdem haben wir uns noch ’nen Regen-Poncho geholt und sind so präpariert ins Boot gesprungen. Was aber keiner wirklich wusste, war, dass der Hauptspaß an der Aktion eine Fahrt UNTER die Fälle sein würde. Also nicht direkt drunter, das wäre recht ungesund, aber so nah ran, dass man von dem Wasser geduscht wird, dass von der Wasseroberfläche meterhoch reflektiert wird.

Auf dem Weg an den Wasserfall heran wurden aber plötzlich alle völlig geil drauf, wirklich reinzufahren. Vorher hatte ich mir gewünscht, möglichst trocken zu bleiben, jetzt wollte ich einfach nur noch drunter. So manch einer behauptet, dass Wasserfälle positive Ionen aussenden, die Menschen bei der Annäherung ausrasten lassen. Was auch immer es war, danach waren alle bis auf die Haut nass, Regen-Poncho hin oder her, und alle brüllten: „Nochmal, nochmal!“

Um 16 Uhr ging’s zurück zum Hostel. Ich hab ein Busticket für heute Abend nach Brasilien. In Sao Paulo werd ich nur umsteigen, nicht übernachten, Rio reicht mir als Großstadt, ansonsten bin ich bereit für bisschen Chillout und Strand.

Die korrupteste Stadt im korruptesten Land




 
Ich bin gestern Abend in Ciudad del Este angekommen, direkt an der Grenze zu Brasilien und Argentinien gelegen. Die Stadt hat den Ruf, die korrupteste in ganz Paraguay zu sein und Paraguay ist ohnehin schon das Land mit der meisten Korruption weltweit außerhalb Afrikas. Die Regierung lässt Millionen Dollars verschwinden, jeder weiß es und hat sich irgendwie daran gewöhnt. Es gibt zum Beispiel keine einzige Radaranlage im ganzen Land, nicht mal am Hauptflughafen in Asuncion, weil Regierungsmitglieder verhindern wollen, dass Schmuggelflugzeuge damit entdeckt werden. Ciudad del Este ist eine Schmugglerhochburg, von hier aus wird alles erdenkliche illegal nach Brasilien und Argentinien geschleust.

StraßeneckeStraße nach Brasilien

Als ich gestern ankam, war es schon dunkel und die Stadt war wie ausgestorben, selbst auf der Hauptstraße zur einen Kilometer entfernten brasilianischen Grenze war kaum ein Mensch zu sehen. Als ich heute an dieser Straße ankam, musste ich erstmal überlegen, ob es wirklich dieselbe war. Das gesamte Stadtzentrum hatte sich in einen riesigen Markt verwandelt, auf dem von Socken bis zu Schrotflinten alles angeboten wurde. Man kann sich sogar mit „offiziellem“ Zollstempel versehene Blankoformulare kaufen, um sich selbst „Handelsgenehmigungen“ für die Grenze auszustellen.

Alles in allem ist Ciudad del Este ’ne ziemlich hässliche Stadt, die einzig und allein für Brasilianer, die billig einkaufen wollen oder Schmuggler da zu sein scheint. Was ich allerdings ganz spannend finde, ist dieses verruchte Flair, dass einem hier um die Nase weht, der Geruch zwielichtiger Machenschaften liegt überall in der Luft.

Endlose Busfahrten




 
Zur Grenze nach Argentinien in Villazon fährt man 9 Stunden mit dem Bus. Leider haben wir keinen Nachtbus erwischt und mussten noch eine Nacht in Uyuni bleiben. Heute Morgen um 6 Uhr ging’s aber los. Erste Überraschung: Der Bus hatte keine Heizung und draußen waren’s ca. -20 Grad. Im Bus müssen’s -10 gewesen sein, denn an der Decke bildete sich ’ne richtige Eisschicht.

Wir waren zwar warm angezogen, trotzdem war’s eisig kalt. Am Horizont konnte man langsam ’nen hellen Streifen erkennen, aber die Sonne war noch lange nicht in Sicht. Der Streifen wurde heller und heller und wir taten nichts anderes, als darauf zu starren und auf die Sonne zu warten. Nach über ’ner Stunde war’s endlich so weit. Ich hab mich selten so über die ersten Sonnenstrahlen gefreut wie an diesem Tag.

MarktErdrutschBuspanneBehausungen

Unterwegs machten wir ’nen Mittagsstopp in ’ner kleinen Stadt. Auf dem Markt dort gab’s das übliche Straßenessen, vor dem jeder Traveller gewarnt wird, denn die hygienischen Bedingungen in Bolivien sind prädestiniert für Lebensmittelvergiftungen. Vor meinem Abgang aus dem Land wollte ich mir dieses Abenteuer aber unbedingt mal geben, also kaufte ich für 5 Bolivianos (50 Cent) Kartoffeln mit Fleisch und Mais. Und siehe da, es war lecker und ich hatte keine Probleme. :)

Auf der Weiterfahrt war plötzlich eine Zwangspause angesagt: Ein Erdrutsch hatte die Straße blockiert und ein Bulldozer musste es richten. Danach ging’s weiter, im nächsten Dorf mussten wir umsteigen. Der nächste Bus sah so verrostet aus, dass ich dachte, dass er unterwegs auf jeden Fall auseinander fällt.

Wir fuhren los und als wäre ich ein Prophet blieb der Bus nach ’ner Stunde stehen. Zuvor machte er ein Geräusch, dass klang, als wäre das Getriebe in alle Einzelteile zerfallen. In Europa wäre nun Sense gewesen und ein neuer Bus hätte her gemusst. In Bolivien geht das so: Der Fahrer schnappt sich das Ersatzrad, holt den Schlauch raus, schneidet ihn auseinander, kriecht unter den Bus, flickt damit irgendwas zusammen und nach ’ner Stunde geht’s weiter. Dieser außerplanmäßige Stopp erfolgte in ’nem kleinen Dorf. Normalerweise würde man so ’nen Ort nie genauer zu sehen bekommen, aber so lief ich mal ’ne kleine Runde herum. Es war schon ziemlich erschreckend, wie arm die Menschen dort auf dem Land leben. Die Behausungen sind kaum als solche zu bezeichnen, so ähneln eher Schuppen, die aus Lehm und Schlamm zusammengekloppt wurden und sehen aus, als ob sie beim nächsten Regen zusammenfallen würden.

Schließlich kamen wir in Villazon an und liefen über die Grenze. War ziemlich seltsam, nach Monaten wieder in Argentinien zu sein, ist voll die andere Welt als Bolivien. Inzwischen war es 7 Uhr abends und wir versuchten, einen Bus zu bekommen. Paul wollte weiter nach Cordoba, ich nach Resistencia, was nahe der Grenze zu Paraguay liegt. Zum Glück gab’s 20 Minuten später ’nen Bus, den wir beide nehmen konnten. Paul fuhr damit direkt nach Cordoba, ich musste in Tucuman umsteigen. Bis nach Tucuman waren’s 12 Stunden Fahrt, nach Cordoba 18. Nach der Odyssee, die wir hinter uns hatten, gönnten wir uns jeder ’ne Valium und dösten langsam weg.

Schlafen auf Valium ist lustig: Man macht die Augen zu, hat das Gefühl ein paar Minuten zu dösen und wenn man sie wieder aufmacht, sind plötzlich Stunden vergangen, perfekt für nervige Busfahrten. Nach einigen Minuten war die Nacht also vorbei, wir erreichten Tucuman und verabschiedeten uns. Wahrscheinlich sehen wir uns in Südamerika nicht mehr, Paul will aber auf jeden Fall zu meinem Geburtstag nach Berlin kommen.

In Tucuman musste ich 4 Stunden auf meinen Anschluss warten. Alles, was ich im Kopf hatte, war ein argentinisches Steak. In sämtlichen anderen Ländern auf meiner Reise waren die Steaks ein Witz, ich sehnte mich nach einem fetten, argentinischen Stücke Rind. Ich fand ein Restaurant, in dem alle bei Kaffee und Frühstück saßen. Um 9 Uhr morgens bestellte ich dort Steak mit Pommes. Der Ober machte große Augen und musste erst in der Küche fragen, ob das möglich ist, schließlich bekam ich aber mein Steak, ein himmlisches Stück Fleisch!

Um 12 Uhr mittags ging’s weiter mit dem Bus nach Resistencia, weitere 13 Stunden Fahrt. Unterwegs gab’s, oh Wunder, wieder ’ne Panne, außerdem ’ne Polizeikontrolle, schließlich kam ich um 1 Uhr nachts an. Von Uyuni nach Resistencia war ich inklusive Stopps also 43 Stunden unterwegs, wirklich schneller als in Bolivien kam ich also auch nicht vorwärts. Dafür waren die Busse besser und ich konnte Steak essen, alles in allem war’s die richtige Entscheidung, den Weg über Argentinien zu nehmen.

In Resistencia hab ich ’ne Nacht verbracht, nun sitz ich im Bus-Terminal und warte auf meinen Bus zur Grenze nach Paraguay, wenn alles glatt geht, bin ich in 5 Stunden dort.

Copacabana, erster Tag in Bolivien




 
Paul und ich haben heute Morgen mit dem Bus die Grenze nach Bolivien überquert. Überraschendeweise ging das diesmal ganz ohne Stress, keine Taschenkontrollen, keine langen Warteschlangen, einfach Stempel in den Pass und fertig.

CopacabanaInsel des MondesInsel der Sonne2500 Jahre alter Sonnentempel

Auf dem Weg in die Hauptstadt La Paz haben wir heute nochmal einen kleinen Zwischenstopp in Copacabana eingelegt, einem kleinen Örtchen auf der bolivianischen Seite vom Lake Titikaka. Haben eine Bootstour zur Insel der Sonne gemacht, hatten zwar nicht viel Zeit, aber um mal für zwei Stündchen vorbei zu schauen hat’s doch gereicht. Dort gibt’s ’ne Ruine vom 2500 Jahre alten Sonnentempel, den die Ureinwohner errichteten.

Gegenüber liegt die Insel des Mondes, hinter der sich spektakulär die schneebedeckte bolivianische Andenkette am Horizont abzeichnet. Haben aber keine Zeit, die Insel auch noch zu besuchen, denn morgen früh geht’s direkt weiter nach La Paz. Paul hat’s leider magentechnisch etwas erwischt, das letzte frittierte Meerschweinchen war scheinbar ein etwas älteres Modell.

Arica




 
Bin heute Mittag von Iquique nach Arica weiter gefahren, direkt an der Grenze zu Peru. Hab nichts gutes von der Stadt gehört und wollte eigentlich direkt über die Grenze. Für die nächsten Tage gab’s aber keinen Direktbus, deshalb muss ich von Arica aus mit ’nem Taxi über die Grenze und dort den nächsten Bus nehmen.

Hab mir in Arica für eine Nacht ein Hotelzimmer gesucht und fahr morgen erst früh weiter, ich will nicht unbedingt nachts in Peru unterwegs sein, denn die Nachtbusse werden dort gerne mal überfallen und ausgeraubt. Das Leben wird wohl ’nen ganzen Tacken rauher werden, aber irgendwie freue ich mich auch darauf, dass ein Tacken mehr Abenteuer dazu kommt.

Hier in Arica hab ich ein Einzelzimmer mit Fernseher, das hab ich nach einer Woche Dauerparty auch unbedingt mal nötig. Einfach mal schön ins Bett hauen, berieseln lassen und wegdösen, das ist eine unglaublich reizvolle Vorstellung im Moment. Ok… ich muss weg. :)

Wieder in Santiago




 
Nun bin ich wieder in Santiago de Chile. Fühlt sich gut an, mal wieder in der großen Stadt zu sein nach der letzten ziemlich beschaulichen Zeit. Die Grenzüberquerung war wie immer ein Graus, ewig anstehen um einen Stempel abzuholen, noch länger anstehen für den nächsten Stempel und nochmal länger für die halbherzigen Taschenkontrollen, damit nur ja keine Lebensmittel die Grenze überqueren. Alles reine Schikane, denn kurz nach der Grenze zog mein Sitznachbar ein Sandwich aus seiner Tasche. :)

Grenzübergang in den BergenSerpentinenkleines mexikanisches Restaurant

Nach der abscheulichen letzten Nacht ohne Schlaf wollte ich heute in wunderschönen Gemächern nächtigen. Das scheint mir gelungen zu sein, hab ein super Hostel im Barrio Brazil gefunden, einem entspannten Stadtteil mit süßen, kleinen Häuschen und trotzdem recht zentral gelegen. Das Hostel ist zwar nicht ganz billig, aber das schönste, das ich bis jetzt gesehen hab. Sehr geschmackvoll eingerichtet mit viel Bambus, Holz, bunten Lampenschirmen und einer unglaublichen Dachterasse. Werd das mal für eine Nacht genießen, mir dann aber wohl was günstigeres suchen.

Lustig: Als ich in mein Dormitory kam, hab ich mich meinem englischen Zimmerkollegen als Felix vorgestellt. Da fragte er mich, ob ich einen Paul aus Irland kennen würde. Es stellte sich heraus, dass Paul, mit dem ich die letzten Wochen unterwegs war, zufälligerweise im selben Hostel in exakt demselben Bett übernachtet hat und heute morgen abgereist ist. :)

Hab hier in der Nähe ein leckeres, ganz kleines mexikanisches Restaurant gefunden, in dem direkt hinter der Bar auf einer großen Herdplatte gebrutzelt wird. Könnte dort stundenlang sitzen und zugucken, wie Tacos gebraten und mit Champions, Fleisch und geschmolzenem Käse befüllt werden. :)

Krieg in Kolumbien?




 
In Kolumbien sieht’s grad gar nicht gut aus, Stress liegt in der Luft, vielleicht gibt’s Krieg mit Ecuador. Das ist für mich nicht besonders hilfreich, weil ich im Juni in Ecuador sein werde und mein Rückflug Ende Juli von Kolumbien aus geht.

Letzte Woche hat die kolumbische Armee ein Lager der FARC-Rebellen auf ecuadorianischem Staatsgebiet angegriffen, 17 Menschen wurden getötet. Ecuador hat daraufhin Truppen an der Grenze aufmarschieren lassen. Venezuela hat Truppen im Norden zusammengezogen und die Grenze zu Kolumbien geschlossen. Die Grenze zu Ecuador ist, soweit ich weiß, momentan noch offen.

Bis zu meiner Ankunft kann noch ’ne Menge passieren, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Ich werde Augen und Ohren offen halten, wie sich die Lage entwickelt. Im schlechtesten Fall muss ich ’nen Flug nach Bogota nehmen, das sollte funktionieren, selbst wenn die Grenzen komplett dicht sind.

Hab praktischerweise ’nen Korrespondenten direkt vor Ort: Ein DJ aus Bogota hat mich letzte Woche über die Mixotic angeschrieben, werde ihn im Juli in Bogota treffen. Er kann mir sicher nützliche Infos über die aktuelle Lage geben.