10.02.2008

Girls

Auf der Party hab ich ‘ne ganze Weile mit den beiden Chileninnen rumgetanzt. Die eine fand mich wohl ziemlich gut, war auch supernett, aber leider nich so hübsch und schon 32.

So gegen 4 stieß ich auf der Tanzfläche mit einem Mädel zusammen und hab ihr dabei wohl ein paar Spritzer Red Bull über die Brust gekippt. Ihre Freundin hat mich gleich angelabert und meinte, ich sollte es doch ablecken. Die beiden waren superschnucklig, 21 und auf irgendwas krassem unterwegs, auf jeden Fall hat’s keine 10 Minuten gedauert und ich hab mit der einen rumgeknutscht und nochmal 10 Minuten später mit der anderen auch.

Haben schön die Sau rausgelassen auf der Tanzfläche, die krassere von den beiden hat ständig meine Hand in ihren Schritt geschoben und mich ordentlich begrabscht. Nun haben die beiden allerdings nicht nur mich angebaggert, sondern auch ein paar andere ringsherum, die sich natürlich nicht zweimal bitten lassen haben. Am Ende tanzten 6 Kerle um die beiden Mädels rum und haben abwechselnd mit ihnen geknutscht und ich hatte Probleme, noch zum Zug zu kommen.

Ich sah meine Felle schon davon schwimmen und hab die anderen erstmal machen lassen. Irgendwann waren die Mädels wohl ziemlich durch und wollten nach Hause. Da sah ich meine Chance wieder aufblitzen und fragte die krassere, ob sie nicht mit zu mir ins Hotel kommen will. Sie sagte ja und ich war happy. Doch irgendwie war die etwas ruhigere nicht so überzeugt von der Idee und wollte die andere davon abbringen. Sie sagte, dass ich warten soll während sie auf’s Klo gingen.

Natürlich machte ich nicht den Anfängerfehler und ließ sie unbeobachtet davon ziehen, sondern folgte ihnen bis vor die Klotür, um sie mir dort gleich wieder zu schnappen. Dummerweise verwickelten mich ein paar Argentinos in ein Gespräch, meine Aufmerksamkeit war geschmälert und irgendwie müssen es die beiden geschaft haben, sich währenddessen an mir vorbei zu schleichen. Oder sie sind durch’s Fenster rausgeklettert. :)

Auf jeden Fall waren sie Mädels weg und um neue anzulabern war ich viel zu besoffen. Trotzdem alles in allem ein schönes Ding, beim nächsten Mal allerdings noch perfektionierbar.



Wenn ich in ‘nem halben Jahr zurück komme, bin ich auf jeden Fall fett und rund. Kein Sport mehr und Tonnen an Fleisch, ich seh den Bauch jetzt schon wachsen. :) Hab gestern Abend ‘nen Laden gefunden, wo es Buffet für 3 Euro gibt, insgesamt 150 Sachen zur Auswahl inklusive Sushi, Hühnerbeinen, Hühnerflügeln, irgendwelche dicken Knochen mit Fleisch und natürlich Steaks, Steaks, Steaks.

Dinner isst man hier übrigens erst richtig spät, so zwischen 10 und 12 Uhr abends. Da haben die Steaks dann genug Zeit, sich im Schlaf in Speckrollen zu verwandeln. :)

Heute ist nicht viel aufregendes passiert, hab ein paar Sachen geregelt wie Wäsche waschen, Fotos brennen usw., außerdem ein Busticket für morgen nach Villa Gesell gekauft, ein kleines Dörfchen am Strand. Kann’s kaum erwarten, endlich ins Meer zu springen. In Buenos Aires ging das nicht, weil es am Flussdelta liegt und nicht am offenen Meer. Die Farbe des Flusses kann man unter “Route und Standort” gut erkennen, da will keiner seinen Fuß rein setzen.



So, endlich bin ich mal dazu gekommen, “Route und Standort” auf den neuesten Stand zu bringen. Die Ausstattung der Rechner in den Internetcafes hier ist ein Graus. 17 Zoll Röhrenmonitore, irgendein Internet Explorer aus Urzeiten und meistens lahme Verbindungen. Hab Google Maps auf keiner dieser Kisten zum Laufen gebracht, JavaScript-Fehler ohne Ende.

Hab heute Abend einen Laden mit schneller Verbindung, aber trotzdem nur Uraltsoftware gefunden. Hab einfach mal versucht den Firefox runterzuladen und siehe da, ich “darf” auf der Kiste installieren, was ich will. Damit hat’s dann endlich gefunzt. Aber irgendwie auch bedenklich, musste hier ja schon ein paar Passwörter eingeben, wer weiß was auf der Kiste noch alls schlummert…

Fotoupload ist auch so ‘ne Sache, in den Internetcafes kann ich meistens die Kamera nicht anschließen, aber in den meisten Hostels haben sie mich mal machen lassen. Hoffe, dass ich unterwegs noch genügend Gelegenheiten finden werde.



Bin gestern Abend in Villa Gesell angekommen. Hab in einem Hostel eingecheckt, das im Lonely Planet empfohlen wurde. Dort gibt’s wohl auch ganz nette Doppelzimmer, aber für mich alleine war das zu teuer. Mich haben sie in den Schlafsaal gesteckt, der aussieht, als wäre er früher mal die Garage gewesen, keine Fenster und vollgestopft mit 12 Betten. Außer mir hat dort allerdings nur noch ein Franzose gewohnt.

Was soll’s, dachte ich mir, bin ja für’s Meer hier und nicht für’s Zimmer. Bin dann zum Strand geschlendert, wo ein paar Jungs echt coole Sachen mit Trommeln und Electro-Sounds gemacht haben, nice.

Hab dann ein Mädel auf der Straße angequatscht, was denn so los ist im Ort und bin mit ihr essen gegangen. Sie war aus Buenos Aires und konnte nur spanisch, ich musste das erste Mal eine Stunde am Stück spanisch sprechen. Manchmal haben wir uns sogar verstanden. :) Ich brauch einfach noch bisschen Praxis, denk ich. Wenn’s in Feuerland immer noch nicht rund läuft, mach ich dort vielleicht noch ‘nen Kurs.

Das Mädel wollte dann nichts mehr machen, also bin ich alleine noch bisschen durch die Straßen gelatscht. Es waren unglaublich viele Touris unterwegs, hauptsächlich argentinische Familien. Hab mir hier alles bisschen gechillter vorgestellt, um 23 Uhr waren bestimmt 10.000 Leute auf der Strandmeile unterwegs. Hab dann nichts mehr weiter gemacht und bin schlafen gegangen.

Krasse Pflanzen in Villa GesellSüßes Häuschen in Villa GesellStrand von Villa GesellAvenida 3 in Villa Gesell

Heute war ich am Strand und bin zum ersten Mal ins Meer gesprungen. Das hatte schon was, Sonnenschein und fette Wellen. Neuer lustiger Versprecher: Wollte eine Frau fragen, ob sie 10 Minuten auf “mís cosas” (meine Sachen) aufpassen kann, hab aber “mís casas” gesagt (meine Häuser). Meine Häuser waren aber nirgends zu sehen. :)

Am Strand war es wieder das gleiche Bild: Unglaublich voll alles. Hab was viel entspannteres gesucht, mit jungen Leuten und nicht nur Familien oder Päärchen. Bin danach bisschen weiter ins Städtchen reingegangen, nach nur 3 Straßen wurde es plötzlich sehr entspannt, viele kleine Häuschen, Sandwege, seltsame Pflanzen und alles sehr ruhig. Es ist nicht zu glauben, aber zehntausende Touris halten sich hier ausschließlich am Strand und auf einer einzigen Straße auf.

Heute ist der Franzose aus meinem Zimmer abgereist und ich bin wohl alleine im Schlafsaal. Bevor ich da noch depressiv werde, mach ich mich lieber morgen aus dem Staub nach Puerto Madryn, 20 Stunden Busfahrt Richtung Süden. Dort soll’s Pinguine geben und auch Strand, bin mir aber nicht sicher, ob’s da noch warm genug zum Plantschen ist.

Werde mich hier auf jeden Fall noch mit ‘ner fetten Partynacht verabschieden, ab 1 Uhr nachts soll hier ordentlich was gehn. Hab übrigens noch ein paar Fotos von Buenos Aires und Montevideo hochgeladen, weil ich gerade an ‘ner dicken Leitung sitze.



Nachdem Villa Gesell insgesamt recht enttäuschend war, hab ich mir nicht mehr viel von meinem Abgang versprochen. Hab mich mit letzten Kräften zur Disco geschleppt und war um 1:30 Uhr dort, da wurde gerade geöffnet. Zu dieser Zeit gab’s erfreulicherweise noch erheblichen Frauenüberschuss.

Hab dann einfach zwei Mädels mit meinem Standardspruch angelabert: Darf ich euch fragen, woher ihr kommt? In meinem lustigen spanisch scheint diesem Satz ein gewisser Charme innezuwohnen, auf jeden Fall hat er in 90% aller Fälle zu positiven Resultaten geführt. :)

Die beiden waren zwei schnucklige Argentinierinnen, die dort im Urlaub waren. Konnten zum Glück englisch, denn so richtig rund läuft’s mit meinem spanisch noch nicht. In der Disco lief Reggaeton, ist im Moment ziemlich angesagt hier. Als ich vor zwei Jahren in Mittelamerika war, war dort Reggaeton der letzte Schrei. Inzwischen hat es seinen Weg bis hierher nach Argentinien gefunden.

Hab mich auf jeden Fall gleich wieder wie Urlaub gefühlt. Und die Mädels haben getanzt, Mann, Mann, Mann, Freude oh Freude. Ist zwar immer noch kein Vergleich zu Mittelamerika, denn dort ist Reggaeton-Tanzen wie Sex mit Klamotten auf der Tanzfläche. Hatten trotzdem ‘nen superlustigen Abend. Manchmal sind eben die Abende die besten, von denen man vorher überhaupt nichts erwartet.

14.02.2008

Partygirls

Das Schlechte an Villa Gesell war: Fast nur argentinische Familientouris. Das Gute allerdings: Irgendwann gehen die Eltern ja mal schlafen und die Töchter wollen feiern. :) Also war die Disco randvoll mit jungem, hüpfrigen Mädelsvolk.

Die beiden, die ich angelabert hatte, sahen für mich aus wie 22. Hab stundenlang mit denen rumgefeiert und getrunken, bis ich sie gefragt hab, wie alt sie sind. 17 und 18! Mios Dios, dachte ich mir! Die eine von denen hat mich mit ihrem sexy Getanze so heiß gemacht dass ich sie am liebsten direkt vernascht hätte ohne zu fragen. Sie meinten aber dann, dass sie beide Freunde hätten, das war mir dann ‘ne zu unsichere Nummer, um da noch viel Energie zu investieren.

Da ist mir diese kleine Maus wieder in den Sinn gekommen, die mir schon am Anfang aufgefallen war, ein junges, blondes Ding, die auf den ersten Blick ziemlich ruhig schien, es aber garantiert faustdick zwischen den… ich mein hinter den Ohren hatte. Sie und ihre Freundin sind in dem Moment vor einer heftigen argentinischen Anmache nach draußen geflüchtet. Ich hinterher und meinen bewährten Spruch gezückt. Konnten zum Glück auch englisch, ich hab der einen, der 18jährigen Sabry, bisschen schöne Augen gemacht und nach 5 Minuten mit ihr rumgeknutscht.

Johanna und … Namen vergessenSabry

Leider hat der Laden dann dicht gemacht und sie wurde von ihrem Papa abgeholt, also keine Chance auf mehr. Allerdings wohnt sie in Mendoza, wohin ich bei meiner Tour durch Chile mal einen Abstecher machen könnte. Sind ca. 6 Stunden per Bus, und hab auf jeden Fall Bock sie wieder zu sehen. Hab ihr das grad mal per Mail vorgeschlagen, mal sehen, was sie meint. Girls, Girls, Girls. Die Argentinierinnen sind schon echt ein heißes Völkchen.


Um nach Puerto Madryn zu kommen, musste ich in Mar del Plata umsteigen, dem Nummer 1 Strandurlaubsort in Argentinien. Weil mir schon Villa Gesell zu touristisch war, hatte ich hier aber nichts verloren. Ich hatte jedoch 2 Stunden Aufenthalt, bis mein nächster Bus fuhr, also bin ich mal kurz an den Strand gehopst. Und es war definitiv die richtige Entscheidung, gleich weiter zu düsen.

Menschenmassen am StrandMenschenmassen im Meer

Menschemassen standen Schulter an Schulter im Meer, und ließen sich von Wellen befeuchten, an Schwimmen war nicht zu denken. Am Stand hatte man Mühe, ein Plätzchen für ein Handtuch zu finden.

Zurück am Busterminal gab es ein unglaubliches Wiedersehen: Ich hatte in Berlin am Flughafen zwei Österreicher kennen gelernt, die zuerst 2 Wochen nach New York wollten und dann auch nach Südamerika weiter. Und plötzlich stehen sie in Mar del Plata wieder vor mir. Mitten in Südamerika einfach mal so getroffen! Haben kurz geschnackt, dann musste ich aber auch schon weiter in meinen Bus nach Puerto Madryn.


Endlich, endlich, endlich! Nach 16 Stunden Busfahrt sieht der Strand nun so aus, wie ich mir das vorgestellt hab. Sand, Entspannung, keine Menschenmassen, wunderschöne Argentinierinnen und frisches, kühles Blau.

Die Busfahrt war erträglich, hatte so eine Art Schlafstuhl, den man fast zur Liege machen konnte. Der Blick aus dem Fenster zwischendurch war unglaublich: Flache Grassteppe in alle Richtungen, kein Hügelchen, kein Strauch, kein Baum, einfach nur Gras bis zum Horizont, stundenlang.

Als ich in Puerto Madryn in einem Hostel eincheckte, fand ich in meinem Zimmer plötzlich Bryan vor, den ich schon aus Buenos Aires kannte. Er hatte eine ganz andere Route gen Süden genommen, aber Zufälle wundern mich hier inzwischen gar nicht mehr. Zusammen mit unseren beiden anderen Zimmerkollegen haben wir uns ‘nen gechillten Tag am Strand gemacht.

Für die nächsten beiden Tage haben wir ein Auto gemietet, um über die Halbinsel Península Valdes zu heizen. Dort gibt’s zwei riesige Nationalparks mit Pinguinen und Seehunden. Bin aber überrascht, wie heiß es hier doch noch ist. Bestimmt 28 Grad, obwohl wir schon südlich von Neuseeland sind. Nice. :)

16.02.2008

Mercedes

Wir 4 Kollegen haben uns erstmal schön smooth in Puerto Madryn eingefeiert. Ist ein recht kleines Städtchen und es gibt nur eine Disco, was allerdings heißt, dass auch alle Chicas dort landen.

Nach einigen Bierchen und lechzenden Blicken hab ich einfach mal wieder meine bisher erfolgreiche Taktik probiert: Zu ‘ner kleinen, blonden Schnecke gegangen, die mit ihrer Freundin da war und gefragt: “Te puedo preguntar de donde eres?” Und schwuppdiwupp kamen wir ins quatschen.

Sie hieß Mercedes und war aus Buenos Aires. Sie war die erste argentinische Person, die mal langsam gesprochen hat und ihren Mund dabei aufgemacht und ich konnte ‘ne Menge verstehen, super Erfolgserlebnis.

Nach 2 Stunden und einigen Drinks wollte sie einen kiffen und fragt mich, ob ich mit raus komme. Ich denk so, alles klar, jetzt wird geknutscht. Sie kifft, ich will sie küssen, aber sie ziert sich irgendwie. Ich denk so, ok, Mädels die “nein” sagen meinen eigentlich “ja”, mach weiter, aber sie erklärt mir, dass sie nicht will.

Ich raff gar nix und fang eine Diskussion darüber an, was zur Folge hat, dass ich einen Kuss heraushandeln kann, aber nicht mehr. Ich denk so, ok, wenn einmal geknutscht wird hört doch keiner auf, wir knutschen eine Minute, danach gehn wir wieder rein… und sie will sich doch tatsächlich nicht auf mehr einlassen. Ein Typ, der in meinem Hostel arbeitet, will mir zu Hilfe eilen und flüstert ihr irgendwas ins Ohr über mich. War wohl das falsche, denn danach ist sie gegangen. :)

Als Zwischenbilanz muss ich sagen: Mein Scoring im Mittelfeld ist im Vergleich zu anderen Travellern phänomenal, aber meine alte Strafraumschwäche konnte ich noch nicht überwinden. Die Kollegen hier machen schon Witze, wenn sie beim weiteren Traveln von einem Typen hören, der mit allen Mädels knutscht aber nie eine mitnimmt, dann muss ich das wohl gewesen sein. :)


Meine 3 Kollegen (Brian, Paul und Ralph) und ich waren heute auf der Peninsula Valdes, einer Halbinsel in der Nähe von Puerto Madryn. Die Halbinsel ist ein Naturschutzgebiet wo man jede Menge krasse Tiere sehen kann. Haben uns für zwei Tage einen Mietwagen genommen uns sind losgedüst.

Die Halbinsel besteht fast nur aus Grassteppe und Schotterstraßen. Ist gar nicht so leicht, darauf zu fahren, jeden Tag schaffen es ein paar dämliche Gringos, ihre Karre auf’s Dach zu drehen. Man bekommt hier ein ganz anderes Gefühl für Entfernungen, die Tour über die Halbinsel war insgesamt 400 km lang.

Endlose WeiteRalph, Brian, ich und PaulLamasGürteltierFaule SeeloewenPinguineFuchsBucht

Was wir aber dann zu sehen bekommen haben, war echt unglaublich. Lamas, Gürteltiere, Pinguine und Seelöwen aus nächster Nähe. Ok, die Seelöwen waren ein gutes Stück entfernt, war aber auch gesünder so. Die Gürteltiere allerdings konnte man anfassen. Fühlen sich sehr lustig an mit ihren weichen Stacheln auf ihrem Panzer.