Schlimme Nachrichten aus der Ostukraine




 
Gestern sind wir durch die Ostkarpaten in Richtung Chernivtsi gefahren. Die Straßen aus den Karpaten heraus war nach wie vor katastrophal, aber nach der Anfahrt zum Hoverla am Tag davor konnte uns nichts mehr schocken. Ich gab als Beifahrer Navigationsanweisungen, so gut es ging und Johannes manövrierte uns langsam, aber sicher, durch den Hindernisparcour. Irgendwann hatte das Drama dann tatsächlich ein Ende und wir fuhren wieder auf einer Straße, die diesen Namen verdiente.

Kurz vor Chernivtsi lachte uns ein schöner See an und wir beschlossen, hier zu übernachten. Man gab uns zu verstehen, dass Camping hier nicht erwünscht ist und wir im Hotel schlafen sollten. Als wir hörten, dass wir dort ein Doppelzimmer mit Bad und Balkon für 200 Giwny (12,50 Euro) bekamen, überlegten wir nicht lange. Nach einer guten Woche im Schnauferle ist es das pure Glück, mal wieder eine Nacht in einem Zimmer mit richtigem Bett, Dusche und Toilette zu verbringen. Innerhalb einer Stunde verwandelten wir uns von verfilzten Campern zu rasierten, frisch duftenden Wesen.

In den Tagen ohne Internet hatten wir in den Karpaten vom Abschuss des Passagierflugzeuges in der Ostukraine absolut nichts mitbekommen. Ist wirklich ein schlimmes Ding, vor 2 Jahren bin ich mit Stephanie zusammen mit der gleichen Airline auf der gleichen Route nach Kuala Lumpur geflogen. Man bekommt hier in der Westukraine vom Konflikt im Osten direkt nicht allzu viel mit. Aber es ist zum Beispiel auffällig, dass viele Autos mit blaugelben Ukraine-Flaggen bestückt sind. Hier am See habe ich auch eine gesehen, die zur Hälfte aus blaugelb zur Hälfte aus einer EU-Flagge bestand.

2 thoughts on “Schlimme Nachrichten aus der Ostukraine”

  1. Hey Philipp,

    das ist ja krass, dass du jemanden aus dem Flugzeug kanntest. Heftige Geschichte alles…

    Viele Grüße,
    Felix

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