Betende Buddhisten in der Shwedagon Pagode

Shwedagon Pagode in Yangon – Wahnsinn aus 60 Tonnen Gold

Die Shwedagon Pagode in Yangon ist so übertrieben gigantisch, dass sich der Gedanke aufdrängt, dass bei der Konstruktion ein gewisser Wahnsinn mit von der Partie war.




 
Nachdem ich gestern in der 5-Millionen-Stadt Yangon gelandet war, streunte ich ein wenig durch die Straßen. Nach dem beschaulichen Süden Myanmars mit seinen freundlichen Menschen traf mich hier erst mal ein kleiner Kulturschock. Die Stimmung in Yangon ist wesentlich rauer und von dem freundlichen „Mingalabar“ („hallo“ auf burmesisch), das mir im Süden von allen Seiten entgegen schallte, ist hier nicht viel übrig geblieben.

Straße in Yangon
Straße in Yangon
Marktstraße in Yangon
Marktstraße in Yangon

Raue Stimmung in den Straßen von Yangon

Nach dem anfänglichen Schock hatte ich mich aber ganz gut auf die veränderte Stimmungslage eingestellt. Viele müssen hier einfach Tag für Tag dafür kämpfen, ein paar Kyat zu verdienen, so dass nicht viel Zeit für überbordende Freundlichkeit bleibt. Auf der anderen Seite sind überall Baukräne zu sehen, die Wohnhäuser hochziehen, an denen Plakate die zukünftige Luxusausstattung anpreisen. Sowohl die Stadt, als auch das ganze Land, befinden sich in einer Phase des Umbruchs.

Heute Vormittag besuchte ich die buddhistische Shwedagon Pagode, die Hauptsehenswürdigkeit von Yangon. Ich hatte kein wirkliches Bild davon im Kopf, bis ich schließlich drin war und mir wirklich die Kinnlade runter klappte. Die Shwedagon Pagode ist definitiv eine der beeindruckendsten religiösen Stätten, die ich jemals zu Gesicht bekommen habe, und ich habe in der islamischen Welt schon so einiges an Gigantomanie gesehen.

Die über 100 Meter hohe Shwedagon Pagode
Die über 100 Meter hohe Shwedagon Pagode
Betende Buddhisten in der Shwedagon Pagode
Betende Buddhisten in der Shwedagon Pagode

Shwedagon Pagode – Gigantomanie aus 60 Tonnen Gold

Die 2500 Jahre alte Shwedagon Pagode ist 100 Meter hoch und von unzähligen Tempeln und Buddha-Statuen umgeben. Das Bauwerk ist so übertrieben gigantisch, dass sich der Gedanke aufdrängt, dass bei der Konstruktion ein gewisser Wahnsinn mit von der Partie war. Die Pagode ist mit über 13.000 Platten aus reinem Gold bedeckt, die ein Gesamtgewicht von 60 Tonnen haben. 60 Tonnen Gold als Tempelschmuck! Die Spitze wiederum ist mit über 5000 Diamanten verziert. In den ersten Minuten wurde mir vor lauter Gold und Buddhas richtig schwindlig.

Viele Tempel umgeben die Shwedagon Pagode
Viele Tempel umgeben die Shwedagon Pagode
Mönche in der Shwedagon Pagode
Mönche in der Shwedagon Pagode

Abschied von Asien

Nun sitze ich am Flughafen von Yangon, von wo aus ich über Bangkok und Kairo nach Berlin fliegen werde. Ich werde Asien bis auf Weiteres hinter mir lassen, aber definitiv wieder kommen. In Thailand habe ich mich wirklich verliebt und das wird nicht mein letzter Besuch in diesem wunderbaren Land gewesen sein. Und den Süden von Myanmar habe ich zu einer ganz besonderen Zeit erlebt, in der noch wenige Touristen unterwegs waren. Ich bin mir sicher, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird, wahrscheinlich werden manche Orte dann kaum wieder zu erkennen sein.

4 thoughts on “Shwedagon Pagode in Yangon – Wahnsinn aus 60 Tonnen Gold”

  1. Ja das ist wirklich Wahnsinn. Je größer desto demütiger sind die Menschen? Wer weiß ;)
    Und welch ein Geld dort hinein gesteckt worden ist; Gold und Diamanten. Wow. Unfassbar, welch ein Krater zwischen Glaube und tatsächlichem Leben in den Strassen.
    Liebe Grüße & guten Heimflug
    Conny

  2. @Anja: Die etwas rauere Stimmung habe ich aber nur in Yangon gespürt, außerhalb der Großstadt habe ich auch viel überbordende Freundlichkeit erfahren.

    @Conny: Ja ja, beeindruckend und seltsam zugleich, wie so einige religiöse Prachtbauten in der Welt.

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