Wir sind Panamakanal-Fans!




 
Johannes und ich sind heute zu echten Fans des Panamakanals geworden! Eigentlich hatten wir nicht allzu viel erwartet, als wir heute zu den Schleusen in Miraflores gefahren sind, denn andere Traveller sagten uns, dass das eigentlich nicht so das dicke Ding sei. Aber wie so oft, wenn man mit etwas völlig Unspektakulärem rechnet, wurden wir sehr positiv überrascht.

In Miraflores gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man sehen kann, wie die Schiffe durch die Schleusen gehoben werden, man ist wirklich ganz nah dran und kann das Prozedere hautnah miterleben. Weil der Panamakanal nicht auf Meereshöhe gebaut wurde, sondern 26 Meter darüber, müssen durchquerende Schiffe in mehreren Schleusen auf diese Höhe angehoben werden. Die Schleusen sind 33 Meter breit und die großen Frachtschiffe werden exakt so gebaut, dass sie gerade so durchpassen.

Während der Durchquerung werden die Schiffe links und rechts mit Seilen stabilisiert, um in der Spur zu bleiben, dann schieben sie sich langsam vorwärts. Es passiert aber doch öfters, dass sie an den Schleusenwänden anstoßen, deshalb sieht man an vielen Frachtschiffen Schleifspuren. Die Durchquerung des gesamten Kanals dauert 8-10 Stunden und kostet, je nach Größe des Schiffes, bis zu 400.000 Dollar.

Am Kanal gibt es auch ein Museum, was mit viel Mühe und Liebe aufgebaut wurde. Dort kann man sehen, wie der Kanal Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, außerdem gibt es ganz nette Spielereien, wie eine Nachbildung der Steuerzentrale des Kanals.

Das absolute Highlight war allerdings die Nachbildung der Brücke eines Frachtschiffs mit Monitoren als Fenster, auf denen man die Durchquerung des Kanals im Zeitraffer sehen konnte. Man fühlte sich wirklich, als säße man im Schiff, es gab ein Steuerrad und allerlei Hebel und Knöpfe, die verschiedene Geräusche auslösten. Ein Hebel ließ ein lautes Horn tuten, es war einfach ein Riesenspaß dort rumzuspielen. Jeder, der hereinkam war sofort hellauf begeistert, man konnte erwachsene Männer dabei beobachten, wie sie mit breitem Grinsen im Gesicht wie kleine Kinder Schiffsführer spielten und von der Brücke aus Kommandos in Funkgerät bellten.

Ich kann es nur nochmal wiederholen: Wir sind jetzt absolute Panamakanal-Fans!

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