Sonne und Strand in Villa Gesell



 

Bin gestern Abend in Villa Gesell angekommen. Hab in einem Hostel eingecheckt, das im Lonely Planet empfohlen wurde. Dort gibt’s wohl auch ganz nette Doppelzimmer, aber für mich alleine war das zu teuer. Mich haben sie in den Schlafsaal gesteckt, der aussieht, als wäre er früher mal die Garage gewesen, keine Fenster und vollgestopft mit 12 Betten. Außer mir hat dort allerdings nur noch ein Franzose gewohnt.

Was soll’s, dachte ich mir, bin ja für’s Meer hier und nicht für’s Zimmer. Bin dann zum Strand geschlendert, wo ein paar Jungs echt coole Sachen mit Trommeln und Electro-Sounds gemacht haben, nice.

Hab dann ein Mädel auf der Straße angequatscht, was denn so los ist im Ort und bin mit ihr essen gegangen. Sie war aus Buenos Aires und konnte nur spanisch, ich musste das erste Mal eine Stunde am Stück spanisch sprechen. Manchmal haben wir uns sogar verstanden. :) Ich brauch einfach noch bisschen Praxis, denk ich. Wenn’s in Feuerland immer noch nicht rund läuft, mach ich dort vielleicht noch ’nen Kurs.

Das Mädel wollte dann nichts mehr machen, also bin ich alleine noch bisschen durch die Straßen gelatscht. Es waren unglaublich viele Touris unterwegs, hauptsächlich argentinische Familien. Hab mir hier alles bisschen gechillter vorgestellt, um 23 Uhr waren bestimmt 10.000 Leute auf der Strandmeile unterwegs. Hab dann nichts mehr weiter gemacht und bin schlafen gegangen.

Krasse Pflanzen in Villa GesellSüßes Häuschen in Villa GesellStrand von Villa GesellAvenida 3 in Villa Gesell

Heute war ich am Strand und bin zum ersten Mal ins Meer gesprungen. Das hatte schon was, Sonnenschein und fette Wellen. Neuer lustiger Versprecher: Wollte eine Frau fragen, ob sie 10 Minuten auf „mís cosas“ (meine Sachen) aufpassen kann, hab aber „mís casas“ gesagt (meine Häuser). Meine Häuser waren aber nirgends zu sehen. :)

Am Strand war es wieder das gleiche Bild: Unglaublich voll alles. Hab was viel entspannteres gesucht, mit jungen Leuten und nicht nur Familien oder Päärchen. Bin danach bisschen weiter ins Städtchen reingegangen, nach nur 3 Straßen wurde es plötzlich sehr entspannt, viele kleine Häuschen, Sandwege, seltsame Pflanzen und alles sehr ruhig. Es ist nicht zu glauben, aber zehntausende Touris halten sich hier ausschließlich am Strand und auf einer einzigen Straße auf.

Heute ist der Franzose aus meinem Zimmer abgereist und ich bin wohl alleine im Schlafsaal. Bevor ich da noch depressiv werde, mach ich mich lieber morgen aus dem Staub nach Puerto Madryn, 20 Stunden Busfahrt Richtung Süden. Dort soll’s Pinguine geben und auch Strand, bin mir aber nicht sicher, ob’s da noch warm genug zum Plantschen ist.

Werde mich hier auf jeden Fall noch mit ’ner fetten Partynacht verabschieden, ab 1 Uhr nachts soll hier ordentlich was gehn. Hab übrigens noch ein paar Fotos von Buenos Aires und Montevideo hochgeladen, weil ich gerade an ’ner dicken Leitung sitze.

6 thoughts on “Sonne und Strand in Villa Gesell”

  1. hi, mein lieber felix, nasowas, da weiss i nun auch endlich, dass ich lieber mal wieder nach hiddensee zum meer-flair fahre und nicht nach villa gesell. huhuhu, was machen wir menschen bloss alles mit uns? danke fürs posten der fotos vom strand und so!!! lass dich nicht verzagen. bin gespannt, wies weitergeht, wo du DEIN meer findest und was die pinguine sagen. oder ob das nur ne touri-werbung ist. auf juist sollte es seehunde geben, naja, hab keinen gesehen, aber drei wochen danach zu suchen, viele einsame wanderungen am wirklich menschenleeren strand, da entstand so ein intensives seehund-gefühl, dass ich stein und bein schwören kann: ich hab sie wirklich erlebt.
    habs ganz gut
    deine mütti

  2. Na Mensch. Urlaub in der Garage und an überlaufenen Stränden. Hoffentlich findest du bald ein paar schönere Plätze!

    Was bezahlt man denn dort für eine Nacht?

  3. Überfüllte Strände und Straßen…..
    Na richtig abenteuerlich und spannend wird es dann wohl erst, wenn Du nicht mehr die Gelegenheit hast jeden 2. Tag am Blog zu schreiben. Dann wirst Du Dich ohne aufbauende Zuschriften aus der Heimat durch den Dschungel kämpfen müssen, kein Internet Cafe weit und breit.

    Tja und dann wirst Du dich vielleicht auch mal wieder nach überfüllten Stränden sehnen.

    Ik wünscht Dir noch jans viel Abenteuer, wa

  4. @steffen: In der Garage waren’s 10 Euro pro Nacht. Die anderen Zimmer, die ich bis jetzt hatte, haben zwischen 7 und 10 gekostet. Argentinien wird zwar grad teurer, aber geht immer noch. Im Supermarkt kostet eine 0,33 Liter Flasche importiertes Warsteiner 30 Cent.

  5. @hardtamapparat: Na mal sehn, wie tief es mich in den Dschungel verschlägt. Teilweise soll es noch Stämme geben, die noch nie Kontakt zur Außenwelt hatten. Allerdings bringen die auch jeden um, der versucht sich zu nähern. Vielleicht treff ich ja so einen. :)

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