Ab über die Grenze nach Jordanien



 

Nachdem wir uns gestern spontan entschieden hatten, noch für ein paar Tage in Jordanien vorbei zu schauen, war heute Morgen Grenzüberquerung angesagt. Von Eilat aus ist das wirklich nur ein Katzensprung, nach ein paar Minuten Taxifahrt hatten wir schon die Grenze erreicht.

Die Absperrungen dort sehen ziemlich krass aus, ich fand es total interessant, mal die Außengrenze von Israel zu sehen. Es gibt einen 100 Meter breiten, von allen Pflanzen befreiten Landstreifen, der eingezäunt ist und mit Wachtürmen bebaut. Hat mich ein wenig an die DDR/BRD Grenze außerhalb von Berlin früher erinnert.

Wir mussten jeder 105 Schekel (21 Euro) Austrittsgeld an Israel zahlen, dann ging es weiter zu den jordanischen Grenzbeamten. Die waren gleich völlig anders drauf als die grimmigen israelischen Kollegen, ein Lächeln im Gesicht, ein Scherzchen auf den Lippen, „Welcome to Jordan“, Kurzzeitvisum, ein paar Passkontrollen, dann waren wir drin.

Wir fuhren per Taxi nach Aqaba, dem jodanischen Gegenstück zu Eilat. Wir suchten uns ein Hotel im Zentrum, für 30 Dinar (30 Euro) bekamen wir ein riesiges Doppelzimmer mit Balkon und Panoramablick über die Stadt. Wir warfen unsere Sachen rein und zogen los, uns ein wenig durch die Stadt treiben zu lassen.

Hier fühlt sich das Leben auf jeden Fall völlig anders an, als auf der anderen Seite der Grenze. Die Straßen sind von kleinen Geschäften gesäumt, in denen alles verkauft wird, von Gewürzen bis zu Rinderköpfen. Ich mag so was supergerne, einfach weiter reisen und plötzlich in einer völlig anderen Welt landen. Stephanie wird als blonde Frau ohne Kopftuch auf der Straße ganz schön angestarrt, obwohl hier relativ viele Touristen unterwegs sind. Hätte eigentlich gedacht, dass die Einheimischen da mehr daran gewöhnt wären.

Der Strand ist leider nicht wirklich schön, aber momentan ist es sowieso bewölkt und zu kalt zum Baden. Und obwohl es mich gerade ziemlich kickt, unerwarteterweise in Jordanien gelandet zu sein, gibt es in Aqaba selbst nicht wirklich viel zu tun, so dass wir uns ein paar Pläne für die nächsten Tage machen müssen.

Wir würden gern die antike, in den Felsen geschlagene Stadt Petra besuchen und die Wüstenlandschaft Wadi Rum sehen. Beides ist von hier aus mit einer Tagestour zu erreichen, also wird Aqaba weiterhin unsere Basisstation bleiben.

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