Klaipeda – Party auf Litauisch

Im litauischen Klaipeda landete ich in einem Club, der wohl schon vor 50 Jahren genauso ausgesehen hatte.



 

Vom lettischen Liepaja aus nahm ich letztes Wochenende des Bus in litauische Klaipeda. Ich kam am Samstag an und besorgte mir ein Bett im Klaipeda Hostel, sehr gemütlicher Ort. Dort lernte ich Daniel kennen, einen Fahrradfahrer aus Dresden, der sich innerhalb von 10 Tagen von Deutschland bis Litauen vorgearbeitet hatte. Doch das sollte erst der Anfang sein, denn er will innerhalb von 3 Monaten weiter bis zur chinesischen Grenze und dann in nochmal 3 Monaten bis Thailand fahren. Sportlicher Plan. Wir kochten zusammen und genehmigten uns 2 Bierchen.

Altstadt von Klaipeda
Altstadt von Klaipeda
Simon Dach Brunnen in Klaipeda
Simon Dach Brunnen in Klaipeda

20 bis 60jähige auf der Tanzfläche in Klaipeda

Ich hatte Lust auf Party, aber Daniel brauchte seinen Erholungsschlaf, denn um 7 Uhr morgens wollte er schon wieder auf die Piste. Also zog ich alleine los und peilte das „Docks“ an. Ziemlich schicker Laden, für den ich mit meinen blauen Sneakers wohl nicht schick genug war, denn am Türsteher kam ich nicht vorbei. Ein Trupp Litauer, denen es genauso ging, sackte mich ein und wir zogen zusammen weiter.

Der antike Club von Klaipeda
Der antike Club von Klaipeda

Nachdem wir in ein paar weiteren Läden abblitzten, weil einer von der Truppe schon unübersehbar blau war, landeten wir schließlich in einem Laden, der aussah, als hätte sich in den letzten 50 Jahren dort nichts verändert. Eine kleine Tanzfläche war von Tischen mit weißen Tischdecken umgeben und zwischen 20 und 60 tanzte alles fröhlich zusammen.

Akkordeonspieler in Smiltyne
Akkordeonspieler in Smiltyne
Hafengebiet von Klaipeda
Hafengebiet von Klaipeda

Sommer in der Luft, nicht im Meer

Meinen sonntäglichen Ausnüchterungsschlaf verbrachte ich am Strand von Smiltyne, dem ersten Ort auf der Halbinsel „Kurische Nehrung“. Inzwischen ist hier richtig Sommer ausgebrochen, auch wenn die Ostsee mit 10 Grad Wassertemperatur davon noch nichts mitbekommen hat. Für die nächsten Tage zog ich um ein kleines Guesthouse namens „Amber“ und habe von dort aus ein paar Tage gearbeitet. Nun habe ich erstmal 3 Tage Wochenende und werde zu einer Tour über den kompletten litauischen Teil der Kurischen Nehrung aufbrechen. Der Fahrradfahrer Daniel hat mich ein wenig inspiriert, ich will mir einen Drahtesel mieten und alles komplett per Fahrrad machen.

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