Wohnung gekündigt, Job beendet, Sachen verkauft… Weltreise!




 

Seit meiner 6-monatigen Südamerikareise 2008 spürte ich immer mal wieder den Drang, nochmal länger mit dem Rucksack in die Welt hinaus zu ziehen. Ich konnte ihn mit ein paar kürzeren Touren zwischendurch zwar so einigermaßen m Zaum halten, aber wirklich lange hielt das nie an.

Ich habe in den letzten 5 Jahren als selbstständiger Programmierer gearbeitet und hatte mir vorgenommen, dass ich, sobald die Auftragslage mal dünn war, meine Wohnung untervermieten und nochmal für eine Weile durch Südamerika ziehen würde. Nun ja, die Auftragslage wurde bis heute nicht dünn und so habe ich mich vor 3 Monaten entschlossen, den Schritt von mir aus zu gehen. Und zwar ziemlich radikal.

Ich habe meinen Job an den Nagel gehängt, die Wohnung gekündigt und alles verkauft, was mir nicht wirklich wichtig war. Ich war erstaunt wie wenig das am Ende noch war. Ich hatte mir vorgenommen, meinen Besitz so weit zu reduzieren, dass er in eine Holztruhe passen würde. Das habe ich geschafft, die Truhe ist gefüllt und steht nun bei meinem Freund Johannes im Keller.

Mein Rucksack ist gepackt, damit werde ich morgen aufbrechen auf eine lange Reise. Ich glaube, es wird sogar mehr viel mehr als eine Reise, ich würde es als eine Lebensphase ortsungebundenen Lebens bezeichnen. Ein Teil davon wird Reisen sein, ein Teil arbeiten, vielleicht finde ich mal einen Ort zum länger bleiben oder einen, der mir so gut gefällt, dass ich dort nie mehr weg will. Ich bin da völlig offen und habe auch keine Ahnung, wie lange das Ganze überhaupt dauern wird. Im Moment fühlt es sich wie irgendwas zwischen zwei und fünf Jahren an, aber das kann sich unterwegs auch gut noch ändern.

Zunächst möchte ich nach Südostasien kommen, so weit wie möglich über Land. Ab Donnerstag werde ich mit meine Freund Johannes 6 Wochen lang mit seinem 30 Jahre alten T1-Wohnmobil durch Osteurapa fahren: Slowakei, Ungarn, dann weiter ans Schwarze Meer nach Rumänien und Bulgarien, falls die Karre uns wirklich so weit tragen sollte. An der türkischen Grenze wird er mich dann in 6 Wochen rauswerfen und ich werde weiter durch die Türkei in den Iran fahren. Von Teheran aus will ich nach Indien fliegen, dann weiter nach Bangladesch, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam und Laos. Dann wird wohl so ungefähr ein Jahr vorbei sein und ich werde bis dahin sicher eine Idee haben, wie das Ganze so weiter gehen soll.

Morgen geht’s von Berlin aus per Bus zu meiner ersten Station: Schwabach bei Nürnberg, wo ich meinen alten Schulfreund Alex besuchen werde.

15 thoughts on “Wohnung gekündigt, Job beendet, Sachen verkauft… Weltreise!”

  1. Vielen Dank für die guten Wünsche! Die Erde ist ja angeblich rund, irgendwann werde ich also wieder hier rauskommen. :)

  2. :O. Du hast Mut! Bin etwas neidisch. Werde Deinen Blog jedenfalls aufmerksam verfolgen. Macht sehr viel Spaß Deine Beiträge zu lesen. Nach Thailand fliege ich auch wieder- im November, vielleicht sieht man sich ja :D. Habe einen Flug für unter 300€ bei http://www.meilenum.de bekommen :).

  3. Ich beneide dich und ziehe meinen Hut!
    Unbeschwert durch die Welt reisen, ohne dass ein vorher festgelegtes Ende in Sicht ist – das muss wirklich toll sein und gehört wohl zu den Erlebnissen, die die wenigsten Menschen kennen lernen werden.

    Es gehört viel Mut dazu, doch die Erfahrung kann einem niemand mehr nehmen!

    Viele Grüße

    Markus

  4. Bei deiner Reiseroute solltest du einen Abstecher nach Armenien machen. Grossartige Leute dort, wunderhübsche Landschaft und gutes Essen.

  5. Hey Maik, danke für den Tipp, werde ich diesmal nur leider nicht schaffen. Treffe in einer Woche einen Freund im Iran, das wird etwas knapp über Armenien. Ein andermal vielleicht…

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