Gelandet im etwas heruntergekommenen Turbo




 
Heute Morgen sind Johannes und ich um 7 Uhr Richtung Turbo gestartet. Die Fahrt war recht abenteuerlich, zuerst ging es per Bus nach Monteria. Abenteurlich an dieser Fahrt war die Klimaanlage, der Fahrer schien Eiswürfel im Bus herstellen zu wollen, auf jeden Fall bibberten wir vor Kälte. Der einzige ungekühlte Ort, um sich aufzuwärmen, war das Busklo.

Unterwegs lernten wir eine kleine Familie kennen, eine ganz junge Mutter mit ihrer 6 Monate alten Tochter, ihren Mann und die Großmutter. Sie wollten auch nach Turbo und empfahlen uns, von Montaria aus ein Sammeltaxi statt den Bus zu nehmen, weil die Straße sehr holprig würde und die Busse öfters mal liegenblieben.

So landeten wir mit den vieren in einem rustikalen Jeep, der uns weiter nach Turbo brachte. Die kleine Tochter hieß Nicole und war die meiste Zeit über total ruhig. Ich bin immer wieder erstaunt, wie entspannt kleine Kinder hier in Südamerika doch solche Touren mitmachen, in Deutschland würde nach 5 Minuten ohne Bespaßung gleich ein Riesengeschrei losgehen. Hier müssen die Kinder sich einfach den Gegebenheiten anpassen, werden nicht den ganzen Tag lang gehätschelt und getätschelt und trotzdem funktioniert es. Die Mutter war übrigens auch total süß, ich hab bisschen mit ihr geschnackt, aber leider hatte sie ja ihren Mann dabei. :)

Auf jeden Fall war es ein Glück, dass wir das Sammeltaxi genommen hatten, denn die Straße kann man kaum als solche bezeichnen. Sie bestand aus Schlamm und tiefen Löchern, ganze Gebirgszüge und Täler zogen sich durch sie. Nach 4 Stunden Holperpiste kamen wir endlich in Turbo an.

Hier müssen wir eine Nacht bleiben, morgen früh geht’s weiter per Boot nach Capurgana, unseren letzten Stopp in Kolumbien kurz vor der Grenze nach Panama. Turbo ist ziemlich laut, die Leute sind durch die Bank weg unfreundlich und man wird von allen Seiten etwas schräg angeschaut, so richtig geheuer ist mir der Ort nicht. Ich habe außer uns bis jetzt noch keine Ausländer gesehen und im Reiseführer steht, dass man nachts nicht auf die Straße gehen sollte. Außer zum essen haben wir das auch nicht getan, wir haben ein ganz nettes Hotelzimmer hier und chillen einfach bisschen rum.

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