Die Festung von Cartagena mit Johannes und Mona




 
Gestern wollten wir eigentlich mit Lauren und Steven bisschen Party machen, aber zu mehr als gemeinsam Essen und ein paar Bierchen hat meine Energie nicht gereicht. Nach den Dschungel habe ich ja direkt wieder zwei Nächte lang Gas gegeben, noch eine hab ich einfach nicht mehr gepackt. Hab mich um 22 Uhr ins Bett gepackt und schön lange ausgeratzt.

Heute habe ich mir mit Johannes Cartagena bisschen angeschaut. Ich habe das Gefühl, alles ist viel touristischer und teurer geworden, als bei meinem letzten Besuch 2008. In der Altstadt gibt es fast ausschließlich Schickie-Mickie Restaurants zu unbezahlbaren Preisen. Ich finde Cartagena nach wie vor wunderschön, habe aber das Gefühl, dass es hier 2008 noch viel entspannter zuging.

Gegen Nachmittag haben wir uns auf den Weg zur Festung gemacht. Die kannte ich zwar auch schon von 2008, aber Johannes noch nicht und ich wollte aus Sentimentalitätsgründen auch gerne nochmal dorthin. Als wir auf der Festung ankamen, fing es plötzlich ziemlich heftig an zu regnen. Johannes nutzte die Gunst der Stunde, um auf einer Bank unter einer Überdachung ein kleines Schläfchen zu halten, ich schaute mir in so einer Art Minikino einen Film über die Geschichte der Festung an. Neben mir saß ein ziemlich junges, ziemlich hübsches, blondes Mädchen, ich musste immer mal wieder interessiert zu ihr rüber schauen.

Als der Film vorbei war, schlenderte sie davon, ich weckte Johannes auf, erzählte ihm von ihr und blieb noch eine Weile mit ihm auf der Bank sitzen. Plötzlich kam die Kleine wieder vorbei, ich lächelte sie an und sagte „hola“. Sie setzte sich zu uns und es stellte sich heraus, dass sie auch aus Deutschland war. Sie hieß Mona, war 18, hatte letztes Jahr ein Schuljahr in Kolumbien verbracht und reiste nun ein bisschen herum.

Da es immer weiter regnete, blieben wir ziemlich lange unter der Überdachung sitzen und quatschten mit Mona. Sie war supernett und schien auch ganz gerne mit uns rumzuhängen. Als der Regen etwas nachließ, schauten wir uns die Festung an, Mona kam nochmal mit uns mit, obwohl sie eigentlich vorher schon die komplette Festung gesehen hatte. Sie fragte, was wir danach machen würden, wir meinten, wir würden uns den Sonnenuntergang auf der Stadtmauer mit ’nem Bierchen anschauen. Ich fragte, ob sie auch Lust hätte, sie hatte Lust und schließlich verbrachten wir den ganzen Abend mit ihr. War superschön alles, leider wollte sie nicht noch weiter mit zum Party machen. Mal schauen, ob wir nochmal was voneinander hören, habe auf jeden Fall ihre E-Mail-Adresse.

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