Mit Motorrädern ins Sacred Valley



 

Paul hatte von Marie auf unserer Trekking-Tour gehört, dass man in Cuzco für 26 Euro pro Tag Motorräder mieten kann. Hier um die Ecke liegt das Sacred Valley, dass sich hervorragend mit dem Motorrad erkunden lässt. Ich hab zwar keinen Führerschein dafür, aber wir sind in Peru, hier interessiert das keinen wirklich. Also ab zum Shop und zwei 250er Honda XR Tornados gemietet. Außer ’nem Pass wollte keiner irgendwelche Dokumente sehen. Wir fragten, wie das mit der Versicherung sei. Nun ja, wir sind halt in Peru… versichert ist nichs, der Verleih gibt uns das Motorrad, was wir kaputt machen bezahlen wir selber.

Mit Motorrädern ins Sacred ValleyMarktMarktFelix auf’m Motorrad

No risk, no fun, los geht’s. Zuerst war mir schon bisschen mulmig, beschränkt sich doch meine „Motorrad“-erfahrung bis jetzt auf meine 50er Simson. Im Prinzip funktionieren die Dinger aber genauso, hatte keine Probleme, damit klarzukommen. Bis auf Motor und Bremse funktionierte an dem Teil gar nichts, diese beiden Sachen dafür aber unglaublich gut. Rückspiegel – Fehlanzeige, Blinker – gar nicht erst dran, Tacho – kaputt. Aber wie gesagt, wir sind in Peru, da muss man sich den hiesigen Verkehrssitten eben ein wenig anpassen. :)

Nach kurzer Eingewöhnung fühlte ich mich auf dem guten Stück wie zu Hause, es ging ab wie Schmidt’s Katze. Das Tal war landschaftlich atemberaubend schön, ich war allerdings viel zu konzentriert, um alles davon mitzubekommen. Hin und wieder fuhren wir an ein paar Inka-Ruinen vorbei, das teure Ticket für den Eintritt sparten wir uns aber, durch das Tal zu pesen war einfach viel spannender!

In Pisaq machten wir einen Zwischenstopp, der riesige sonntägliche Markt dort ist berühmt und echt beeindruckend. Danach ging’s weiter durch einsame Bergdörfer und grüne Täler. Die höchste Stelle war 3800 Meter, da wurde es schon ziemlich frisch.

Nach 9 Stunden, die wie im Flug vergingen, kamen wir wieder in Cuzco an. War ein Riesenspaß, wir ließen die Autos an jedem Hang stehen und zischten links und rechts daran vorbei. Mitunter hätte ich mir allerdings noch etwas mehr Power unterm Arsch gewünscht, um schneller aus’m Knick zu kommen. In Bolivien geht’s bestimmt genauso locker zu, da werd ich mal ’ne 400er Maschine antesten.

Paul und ich ziehen um 22 Uhr mit dem Bus weiter nach Puno am Lake Titikaka, dem höchsten zugänglichen See der Welt auf ca. 4000 Metern. Dort bleiben wir zwei Tage, bevor’s weiter nach Bolivien geht.

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