Shopping in Bangkok




 
Heute schliefen wir erstmal aus und wollten dann bisschen shoppen gehen. Im Lonely Planet haben wir was vom River City Shopping Centre gelesen, das angeblich für Traveller mit schmalem Budget interessant sein soll. In der Erwartung, dort billige Klamotten zu finden, fuhren wir hin. Doch wir fanden ein riesiges Antiquitätenkaufhaus vor, mehrstöckig und piekfein. Als wir uns die Beschreibung im Lonely Planet genauer anschauten, wurde uns klar, wie das mit dem schmalen Budget gemeint war: Das Einkaufszentrum ist fast wie ein Museum, das man kostenlos besuchen kann. Wir schauten uns bisschen um und sahen antike Buddhastatuen und Ausgrabungen in jeder Größe.

Zurück auf der Fähre erklärte uns ein Deutscher, der eine junge Thaifrau im Arm hatte, dass es auf der anderen Flussseite viel weniger touristisch sei. Wir schauten dort vorbei und fanden uns plötzlich in wildem Markttreiben wieder. Dort gab es wirklich kaum Touris und alles war entsprechend billig. Stephanie kaufte ein paar Klamotten, mir wurde die Shopperei aber langsam zu stressig. Frauen und Männer haben beim Shopping irgendwie eine ganz andere Herangehensweise. Ich würde mir überlegen, was ich suche, es anprobieren und kaufen, wenn es mir gefällt. Frauen bleiben alle zwei Meter stehen, finden dies toll, finden das toll, drehen es dreimal hin und her und gehen dann weiter, um zwei Meter später was neues toll zu finden. Irgendwann musste ich die Notbremse ziehen und habe mich abgesetzt und Stephanie alleine weiter shoppen lassen.

Unsere Krankheiten sind zum Glück fast komplett beseitigt. Mein Arm ist wieder auf Normalmaß geschrumpft und Stephanies rote Flatschen verschwinden wieder. Keine Ahnung, was das war, für Wanzen ging das viel zu schnell. Am Ende war es wohl doch irgendeine Allergie, weiß der Geier, was für eine.

Rote Flecken am Körper, Armen und Beinen


Kurz nachdem wir in Bangkok ankamen, bekam Stephanie plötzlich rote Flecken am Körper und rote Flecken an Armen und Beinen. Ein Arztbesuch in einem Apothekenhinterzimmer verringerte unsere Sorgen nicht gerade. Rote Flecken am Körper, Armen und Beinen weiterlesen

Angekommen in Bangkok




 
Von Khao Sok aus sind wir heute Nachmittag zum Flughafen von Surat Thami gefahren. Nach einem kurzen Flug von einer Stunde und zehn Minuten sind wir in Bangkok aufgeschlagen. Als wir aus dem Flugzeug stiegen, liefen wir gegen eine feuchtheiße Wand. Es war nochmal um einiges heißer als bisher, obwohl es schon 9 Uhr abends war.

Mein Arm ist den ganzen Tag über ein wenig weiter geschwollen, hat dann aber irgendwann aufgehört und ist nun gleichbleibend dick. Mein Gesicht ist dafür wieder ganz ansehnlich. Unsere Hüttennachbarn in Khao Sok meinten, sie hätten Hornissen gesehen, ich kann mir gut vorstellen, dass das Stechviech, das mich erwischt hat, eine von denen war.

Heute machen wir wohl nicht mehr viel Stephanie ist total fertig vom Dschungel-Trip und kann sich nicht mehr bewegen. Wir haben ein Zimmer gefunden, das sich inzwischen als ziemlich schäbig herausgestellt hat. Stephanie hat dort ein paar juckende Flecken im Bett bekommen und wir hatten die Befürchtung, dass da Flöhe hausen. Aber sie hatte ja ihre gute Kosmetik mit und die Cremes waren schon eine große Hilfe. Wir sind jetzt in ein anderes Zimmer im gleichen Guest-House gezogen, das nicht weniger schäbig ist, mal schauen, wie die Nacht dort wird.

Ein Tag im Dschungel




 
Gestern Morgen um 8 Uhr starteten wir zu unserem Dschungeltrip. Außer unserem Führer Kai war noch ein deutsches Pärchen dabei, Doro und Andi. Nach ein paar Kilometern auf der Ladefläche eines Pick-Ups ging es zu Fuß in den Wald auf einem Trampelpfad steil bergauf. Unser erstes Ziel war eine Lotusblume. Es gibt nur wenige davon und sie blüht nur eine Woche im Jahr. Es soll Leute geben, die extra hierher fliegen, um eine zu Gesicht zu bekommen. Wir hatten Glück, denn vor zwei Tagen hatte sich eine Blüte geöffnet. Sie hat einen Durchmesser von ca. einem halben Meter und verströmt einen fauligen Geruch, mit dem Insekten angelockt werden sollen.

Doro und Andi waren echt nett, wir haben bisschen mit ihnen geschnackt, aber irgendwann konnte keiner von uns mehr reden, denn der Hang wurde immer steiler und an uns lief der Schweiß in Strömen herab. Nach 1 ½ Stunden waren wir endlich auf der Bergspitze angelangt, nun ging es bergab. Das hatte aber auch so seine Tücken, denn glitschige Steine machten den Weg zu einem rutschigen Unterfangen und jeder von uns landete mindestens einmal auf dem Hintern.

Unser Führer Kai deutete plötzlich auf einen Blutfleck auf Stephanies Hose und erklärte uns, dass der von einem Blutegel käme. Unter der Hose war nur noch die Wunde sehen. Die Blutegel liegen auf dem Boden und kriechen am Bein hoch, sobald jemand vorbei läuft. Dann saugen sie sich fest, trinken eine Ladung Blut und fallen wieder ab. Dabei geben sie einen gerinnungshemmenden Stoff ab, so dass die Wunde stundenlang blutet. Das tut zwar alles nicht weh, ist aber schon ziemlich nervig. Die Dinger sind ganz klein, nur 3-4 cm lang. Kai meinte, dass sie nach einer „Mahlzeit“ zwei Jahre ohne frisches Blut auskommen können.

Kai war echt ein super Führer. Er macht den Job seit 18 Jahren und war auch oft wochenlang allein im Wald unterwegs, um Tiere zu sehen. Er erzählte, dass es sehr selten vorkommt, einen Tiger zu Gesicht zu bekommen. Vor 15 Monaten sah er schließlich einen, danach fiel er in ein tiefes Loch, weil er alle Tiere gesehen hatte, die er je sehen wollte und es keine Steigerung mehr gab. Da ging er ins Kloster und fragte die Mönche, was er tun könne. Sie rieten ihm, sich den Kopf zu rasieren, um seinen Geist zu reinigen. Danach ging es ihm wieder besser. Ich fand die Geschichte echt schön.

Nach drei oder vier Stunden Fußmarsch kamen wir schließlich an einem Wasserfall an. Ab diesem Punkt wurde es wirklich abenteuerlich. Wir mussten über hundert Meter an steilen Felsen abwärts klettern. Hin und wieder gab es ein Seil zum Festhalten, dann wieder eine Liane, das alles auf glitschigen Steinen und ab und zu im Wasser. Ein falscher Handgriff hätte uns abstürzen lassen, aber wir kamen alle ganz gut zurecht. Am Fuß des Wasserfalls machten wir Pause und konnten rumplanschen.

Danach ging es stundenlang weiter abwärts, insgesamt kletterten wir an vier Wasserfällen hinab. Es ist kaum zu beschreiben, wie anstrengend das war. Jede Sekunde musste man voll konzentriert sein und es war extrem anstrengend. Am Ende mussten wir den Fluss auf Felsen überqueren, dann kamen wir wieder auf einen Trampelpfad. Wir waren jetzt wirklich am Ende, hatten aber noch drei Stunden Fußmarsch durch den Wald vor uns. Andi war der Blutegel-Champion, er hatte insgesamt sieben von den Viechern abbekommen, seine Füße sahen aus wie ein Schlachtfeld. Ich bin zum Glück verschont geblieben. Um 17 Uhr kamen wir schließlich in unserem Örtchen an, pünktlich, bevor ein Wolkenbruch einsetzte. Wir hatten über 20 Kilometer Fußmarsch hinter uns und waren halb tot, aber glücklich, es geschafft zu haben.

Abends zischten wir uns mit Doro und Andi noch ein paar Bierchen rein und feierten so unseren erfolgreichen Dschungelmarsch. Kurz vorm Schlafengehen stach mich dummerweise ein großes Insekt in die linke Schulter. Ich konnte nur noch den langen Stachel herausziehen, der Einstich tat sauweh. Im Laufe der Nacht schwoll mein linker Arm komplett an, mein Gesicht wurde gelblich und ein wenig aufgedunsen. Ich hatte heute Morgen echt Schiss, dass das irgendwas gefährliches war und fragte die Besitzerin unserer Hütte, was man da tun könne. Sie meinte, es wäre keine Biene gewesen aber kannte den Namen des Insekts nicht auf Englisch. Es soll wohl nicht gefährlich sein, nur schmerzhaft. Sie war total süß und fragte, warum ich sie nicht schon nachts deswegen geweckt hätte. Dann rieb sie meinen Arm mit Tigerbalsam ein und meinte, ich solle später nochmal kommen für eine zweite Ladung. Bisschen Sorgen macht mir nur, dass die Schwellung im Moment noch leicht zunimmt. Ein zugeschwollener Hals mit Atemnot wäre gerade nicht so schick.

In zwei Stunden fahren wir mit dem Bus weiter nach Surat Thani, von dort fliegen wir heute Abend nach Bangkok. Spätestens am Flughafen wird es sicher einen Arzt geben, der mir was geben könnte, falls die Schwellung noch schlimmer wird.

Angekommen im Dschungel




 
Heute morgen haben wir uns den Morgenmarkt in Krabi angeschaut. Er findet in einer großen Halle statt und es gibt dort alle Arten von Essen, viel Fisch, Gemüse und Kochstände. Dort haben wir typisch thailändisch gefrühstückt, was das gleiche wie thailändisches Mittagessen und thailändisches Abendessen ist: Reis mit Fleisch und scharfer Soße. :) Das Essen war unser bisher billigstes, da es diesmal keine Touri-Preise waren: 20 Baht (50 Cent) für einen Teller.

Dann haben wir uns zum Nationalpark Khao Sok aufgemacht. Haben uns ein Häuschen auf Stelzen gemietet und hoffen, dass die wilden Tiere nicht gewillt sind dort hoch zu klettern. :) Vor dem Nationalpark hat sich ein Örtchen mit Unterkünften und Touri-Krams gebildet. Dadurch fühlt es sich noch nicht soooo dschungelig an, denn es gibt hier Internet und Geldautomaten. Aber morgen werden wir uns den ganzen Tag lang auf einen Dschungel-Trek mit Führer begeben. Bin gespannt, wie das so wird, insgesamt ist es ein Fußmarsch von 20 Kilometern.

Wir haben hier heute ein Curry und frittierten Reis gegessen. War ein total kleines Lädchen, eine Frau hatte eigentlich nur ihr Wohnzimmer geöffnet und einen Herd an den Straßenrand gestellt. Wir fragten sie, ob sie uns was kochen würde und konnten zuschauen, wie sie in Minuten aus frischen Zutaten ein leckeres Essen zauberte. Sie meinte, sie hätte es extra mild gewürzt, aber inzwischen sind wir nicht mehr überrascht, was “mild” hier bedeutet. :)

Noch mehr Sonne auf Koh Lipe und Aufbruch




 
Gestern verbrachten wir noch einen Tag auf Koh-Lipe. Morgens stieg ich aus dem Bett, zog mir meine Badehose an und „duschte“ im Meer, herrlich. Ansonsten machten wir nicht viel mehr als am Tag davor: Im Wasser rumplanschen, am Strand liegen und chillen. Unsere aktivste Unternehmung war ein zehnminütiger Fußmarsch zum Sunset-Beach. Dort nahmen wir uns für 150 Baht (4 Euro) ein Taxiboot, um uns einmal um die Insel schippern zu lassen. Weil sie so klein ist, dauert das nur so 20 Minuten.

Dann haben wir beschlossen, am nächsten Tag weiter zu ziehen. Auf Koh Lipe kann man zwar so richtig schön versacken, aber wir wollen ja noch bisschen was sehen. Unser nächstes Ziel ist der Nationalpark Kaoh Sok. Dort gibt’s Dschungel, Affen und Hütten im Wald.

Heute Morgen haben wir uns auf den Weg nach Krabi gemacht, wo wir einen Zwischenstopp für eine Nacht einlegen müssen. Im Minibus hierher haben wir eine Deutsche und ein französisches Pärchen kennen gelernt, die supernett sind. Wir sind alle in der gleichen Unterkunft gelandet, sie besteht aus kleinen, gemütlichen Bungalows.

Abends waren wir alle zusammen auf dem Nachtmarkt von Krabi essen. Ich wollte dort gerne auf der Schärfe-Karriereleiter eine weitere Stufe nach oben kommen und habe auch was gegessen, was mich Feuer speien lassen hat. Ob es nun schärfer als das von gestern war, kann ich nicht wirklich sagen, inzwischen habe ich jeden Tag das Gefühl, das schärfste Essen der Welt zu essen. Lustig: Fred, ein Franzose aus dem Minibus, hat das gleiche Essen wie ich bestellt und gefragt, ob er es unscharf haben kann. Jaja, kein Problem, sagte man ihm. Als wir dann verglichen haben, gab es keinen Unterschied zwischen der scharfen und der unscharfen Variante. :)

Morgen früh geht’s weiter per Minibus in den Dschungel, wo wir zwei Nächte bleiben werden.

Sonne, Sand und Meer auf Koh Lipe




 
Als wir gestern auf Koh Lipe ankamen, mussten wir erstmal ins Immigration Office, denn wir sind ja von Malaysia nach Thailand eingereist. Das Reisewetter war durchwachsen. In Malaysia war die Luftfeuchtigkeit recht hoch, sodass es schwül war. In Thailand war es dann nur warm. Das Immigration Office ist allerdings einfach eine lustige, kleine Hütte am Strand, wo die Neuankömmlinge ihren Stempel in den Pass gedrückt bekommen.

Die Insel ist wirklich gechillt und total winzig. Es gibt keine Autos und man kann in 10 Minuten vom West- zum Oststrand laufen. Wir haben uns eine kleine Hütte 30 Meter vom Meer entfernt gemietet, aus der kann man praktisch direkt ins Wasser fallen.

Das haben wir auch gleich nach unserer Ankunft getan. Das Meer ist etwas kühler als auf Langkawi, so dass man sich wirklich etwas erfrischen kann. Das ist auch dringend nötig, denn hier ist es nochmal heißer als bisher, bestimmt am Nachmittag mehr als 35 Grad. Nach ein paar Metern Laufen zerfließt man wirklich und will schnell wieder ins Wasser springen.

Es gibt hier eine Straße mit Restaurants und Touri-Shops, über die man gemütlich streunen kann. Allerdings wird in einer etwas abgelegeneren Ecke der Insel deutlich, dass nicht alle etwas vom Touristen-Kuchen abbekommen haben. Dort sahen wir Menschen in ärmlichsten Wellblechhütten hausen, die uns mit finsterer Mine musterten. Es sah aus, als wären wir in einem Ghetto gelandet.

Zum Abendessen habe ich mich an einem grünen Thai Curry versucht. Es war richtig lecker und natürlich wieder mal unglaublich scharf, aber so langsam gewöhne ich mich daran. Ich glaube, wenn ich wieder in Deutschland bin, finde ich jedes Essen fad. :)

Als es dunkel war haben wir uns am Strand auf Strohmatten gechillt, Bierchen getrunken und uns die Sterne angeguckt. Das ist Urlaub. :)

Angekommen auf der Insel Langkawi




 
Nach zwei Tagen Großstadt war es heute endlich an der Zeit, sich in Richtung Strand und Palmen aufzumachen. Um 11 Uhr stiegen wir ins Flugzeug und flogen auf die Insel Langkawi auf der wir nach einer Stunde landeten. Am Flughafen lernten wir einen Brasilianer kennen, mit dem wir uns ein Taxi zum Strandort „Pantai Cenang“ teilten. Er meinte, dass gerade fast alle Zimmer ausgebucht wären, aber hatte einen guten Tipp, wo wir noch was kriegen könnten. So haben wir jetzt ein ganz nettes Doppelzimmer in der Nähe vom Strand, nichts besonderes, aber mit Klimaanlage, was hier überlebenswichtig ist. Es kommt mir nochmal ein ganzes Stück wärmer vor als in Kuala Lumpur.

Kaum angekommen machten wir uns auf den Weg zum Strand. Der kann sich wirklich sehen lassen: Weißer Sand, Palmen und blaues Meer. Das Wasser ist unglaublich warm, bestimmt um die 30 Grad. Beim Schwimmen kommt man richtig ins Schwitzen, mehr als bisschen planschen tut man also besser nicht. Was bisschen nervig ist, sind ein paar Feuerquallen, die das Meer anscheinend genauso gemütlich finden. Stephanie hatte ein paar angespülte entdeckt, was ich erst nicht so richtig ernst nahm, bis mich eine beim Schwimmen direkt am Kinn erwischte. Hat sich ungefähr wie Brennnesseln angefühlt, war also nicht wirklich schlimm, aber richtig Lust zum Planschen hat man danach nicht mehr.

Das Strandörtchen hier ist schon sehr touristisch, alles in allem aber auf eine recht entspannte Art. Es wird zwar überall irgendwas verkauft und es gibt viele Hotels, aber alles ist trotzdem recht klein und übersichtlich. Morgen wollen wir mal den Rest der Insel erkunden. Dafür haben wir heute Abend noch ein Auto gemietet. Lustig war, dass die Autovermietung weder Führerschein noch Ausweis von mir sehen wollte, sondern sich einfach darauf verlassen hat, dass ich das Formular mit meiner echten Adresse ausfüllte.

Die Fahrt morgen wird bestimmt ziemlich abenteuerlich. Die Insel ist zwar nur ca. 20 x 30 km groß, aber in Malaysia wird links gefahren. Schon die wenigen Meter von der Autovermietung zum Hotel waren eine echte Herausforderung. Rechts sitzen und links schalten macht einem einen ordentlichen Knoten ins Gehirn. Am Anfang hab ich fast die links am Straßenrand parkenden Autos gerammt, weil ich nicht gerafft hab, dass ich auf der rechten Autoseite sitze und der linke Rand des Autos zwei Meter von mir entfernt ist. Nach ‘ner Weile ging das aber ganz gut. Mal sehen, wie der erste Kreisverkehr so wird, in den ich nach links einbiegen muss. Oder quer über eine Kreuzung rechts abbiegen. Alles extrem spannend. :)