Blick vom Pilztaler Jöchl

E5 beendet, in Meran angekommen

Wir haben es geschafft, sind in Meran angekommen und in 11 Tagen von Deutschland über die Alpen nach Italien gelaufen!



 

Die letzten drei Tage der Alpenüberquerung waren im Gegensatz zu den Strapazen des Kaunergrats fast schon entspannt. Allerdings schlug das Wetter um, so dass unsere Regenausrüstung auch mal zum Einsatz kam.

Blick vom Pilztaler Jöchl
Blick vom Pilztaler Jöchl
Suchbild: Wo ist die Braunschweiger Hütte?
Suchbild: Wo ist die Braunschweiger Hütte?

Hotelsauna statt Zelt

Von der Braunschweiger Hütte aus liefen wir nach Vent weiter. Auf dem langen Höhenweg dorthin regnete es plötzlich in Strömen. Mit Segelhose und Regenjacke bewaffnet blieb ich zwar trocken, aber unseren ursprünglichen Plan, im Tal zu zelten, modifizierten wir ein wenig und beschlossen, uns stattdessen ein Hotel mit Sauna zu suchen.

So landeten wir in Vent im Hotel Gstrein und saßen bald mit einem kalten Bier in der heißen Hotelsauna. Wir freuten uns wie die Schneekönige über den ungewohnten Luxus, schwitzten ordentlich und genossen dann bei Chips und Fernsehen das superbequeme Bett.

Johannes und ich kochen im Bett
Johannes und ich kochen im Bett

Letztes Mal auf 3000 Meter

Am nächsten Tag lag der letzte lange Aufstieg vor uns. Nochmal hoch auf über 3000 Meter zur Similaun-Hütte. Doch der Weg dort hoch war eher langgezogen als steil und wir waren so ausgeruht und frisch, dass es uns wie ein Spaziergang erschien. Dahinter lag die italienische Grenze und es ging über 1000 Meter runter ins Südtiroler Örtchen Vernagt.

Johannes und ich hoch oben
Johannes und ich hoch oben

Das Wetter hatte sich immer noch nicht geändert, Regenschauer um Regenschauer ging auf uns nieder. So ließen wir unsere Zelte wieder im Rucksack und bezogen ein Zimmer auf einem kleinen Bauernhof in Vernagt.

Nun lag nur noch ein letzter Tagesmarsch nach Meran vor uns. Wir cheateten ein wenig und fuhren mit dem Bus 25 Minuten nach Katharinaberg, um nicht 2 Stunden an der Straße entlang laufen zu müssen. Dort liefen wir auf den Meraner Höhenweg, der hoch über dem Schnalstal nach Meran führt.

Es ist ein wenig schräg, in Südtirol unterwegs zu sein. Wir haben die italienische Grenze überquert, aber alles um uns herum spricht und schreibt immer noch auf Deutsch. Die Häuser und Hütten sehen eigentlich nicht viel anders aus als in Österreich und es gibt immer noch Apfelstrudel und Kaiserschmarrn an jeder Ecke.

Zelten im Wald kurz vor Meran
Zelten im Wald kurz vor Meran
Blick über Meran
Blick über Meran

Trauben und Kiwis überall in Meran

Nach einem langen Tagesmarsch durch Nebel und Regenschauer konnten wir schließlich Meran im Tal unter uns sehen. Plötzlich waren wir umgeben von Apfelplantagen, Kiwisträuchern und Weinbergen, die Trauben hingen uns fast in den Mund hinein. Die Gegend muss unglaublich fruchtbar sein, alles scheint hier zu gedeihen.

Obwohl es keinen nennenswerten Aufstieg mehr gab, hatten wir an diesem letzten Tag nochmal ordentlich Kilomter geschrubbt, bestimmt über 30. Kurz vor Meran fanden wir ein gutes Plätzchen im Wald, um unsere Zelte aufzuschlagen.

Wir brachen heute früh morgens auf, liefen nochmal 2 Stunden und standen schließlich auf dem Theaterplatz in Meran. Wir hatten es geschafft, einmal zu Fuß über die Alpen, von Deutschland nach Italien, von Oberstdorf nach Meran!

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