Strand von Bo Phut (Ko Samui)

Ko Samui – Inselumrundung und eine Leiche

Winter adé, hallo Ko Samui! Ich habe den Berliner Schnee gegen türkisblaue Traumstrände getauscht. Doch in einem Tempel stieß ich unverhofft auf eine Leiche.



 

Es ist zu kalt in Deutschland. Viel zu kalt. Nach einem recht milden Dezember fiel im Januar in Berlin tatsächlich ganz ordentlich Schnee. Nachdem ich den letzten deutschen Winter in Indien übersprungen hatte, war ich zunächst ganz angetan von der weißen Pracht. Doch nach 3 Tagen schlug diese Freude in blankes Entsetzen um und ich war froh, ein Flugticket nach Thailand in der Tasche zu haben und Deutschland für 2 Monate den Rücken zuzukehren.

Angekommen im Paradies - Terasse vor meinem Bungalow
Angekommen im Paradies – Terasse vor meinem Bungalow

Gegen die Wand

Gestern Nachmittag kam ich nach einem langen Flug auf der Insel Ko Samui an. Der Effekt, vom Winter in den Sommer zu fliegen, ist immer wieder grandios. Der Moment, in dem man, noch in den dicken Pullover eingepackt, aus dem Flugzeug steigt und plötzlich gegen eine feuchtwarme Wand aus Luft läuft, ist einfach nur magisch.

Ich hatte mir ein Zimmerchen in den „Boardroom Bungalows“ reserviert, in Banrak im Norden der Insel, direkt am Strand. Als ich ankam, war die Sonne gerade unter gegangen, aber es hatte noch 30 Grad und ich riss mir direkt Kleider vom Leib und sprang ins blaue Meer. Ich spürte, wie das Leben wieder in meinen Körper zurück kroch, das der Berliner Winter in den letzten Tagen ausgesaugt hatte.

Heute Morgen mietete ich mir einen Motorroller, um die Insel damit einmal zu umrunden. Der Spaß kostete nur 200 Baht (5 Euro) für den ganzen Tag und ich fuhr obenrum ohne, untenrum nur mit Badehose bekleidet, so dass ich an jedem Strand direkt ins Wasser springen konnte.

Strand von Bo Phut (Ko Samui)
Strand von Bo Phut (Ko Samui)
Lipa Noi Strand (Ko Samui)
Lipa Noi Strand (Ko Samui)

Traumstrände auf Ko Samui

Ein Traumstrand folgte dem nächsten, ich hatte das Gefühl, im Paradies gelandet zu sein. Mein Bungalow steht am Buddha Beach, aber der Bo Phut Beach ein wenig weiter westlich ist noch eine ganze Ecke schöner. Am bezauberndsten fand ich den Lipa Noi Beach im Westen der Insel. Außer ein paar Hotels gibt es dort kaum Gebäude, dafür einen palmengesäumten Strand mit weißem Sand und ohne Massenandrang.

Die Massen gibt es dafür an der Ostküste von Ko Samui um so mehr. Lamai und Chaweng sind die beiden Orte, die größere Horden anziehen. Lamai ist ganz entsetzlich, ein Touristenort durch und durch, an dem von der palmenbewachsenen Idylle der restlichen Insel nicht viel übrig gelassen wurde. Chaweng ist erträglicher, hier mischt sich eine illustre Runde aus Einheimischen und Touristen am Strand.

Die Leiche im Tempel

Ein Erlebnis der etwas anderen Art war ein Zwischenstopp am Khunaram Tempel. Auf den ersten Blick sah die Statue, die dort in einem Glaskasten stand, ziemlich gewöhnlich aus. Erst beim zweiten Hinschauen wirkte das Gesicht ein wenig verwest, bis ich schließlich erkennen musste, dass in dem Kasten mitnichten eine Statue, sondern die mumifizierte Leiche eines Mönches stand. Haben sie aber gut hinbekommen, zumindest die Form blieb in den 30 Jahren, die er nun schon dort steht, recht stabil, die Gesichtsfarbe dafür weniger.

Mumifizierter Mönch im Khunaram Tempel
Mumifizierter Mönch im Khunaram Tempel
Lebendiger Mönch im Khunaram Tempel
Lebendiger Mönch im Khunaram Tempel

Morgen geht es mit der Fähre weiter auf die Nachbarinsel Ko Phangan, die ich vom Strand vor meinem Bungalow aus schon sehen kann.

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