Elefanten-Waschung

Chitwan Nationalpark – Mitten im Dschungel

Nach den Wochen in den Bergen wurde es Zeit für einen Tapetenwechsel. Statt schneebedeckten Gipfeln bin ich im Chitwan Nationalpark nun von Dschungel, Elefanten und Nashörnern umgeben.



 

Vor 3 Tagen bin ich in Sauraha im Chitwan Nationalpark angekommen. Ich brauchte einfach mal etwas anderes als Berge um mich herum, dafür schien mir der Dschungel perfekt geeignet. Er stellte sich dann auch als eine gute Wahl heraus, es fühlte sich herrlich an, im milden Klima hier im T-Shirt rumzulaufen und durch die kleinen Dörfer zwischen knallgelben Rapsfeldern zu streunen.

Knallgelbe Rapsfelder
Knallgelbe Rapsfelder
Kinder im Dorf
Kinder im Dorf

Kleine Dörfer zwischen knallgelben Rapsfeldern

Ich lieh mir ein Fahrrad für einen Tag aus und erkundete die Umgebung damit. Obwohl Chitwan ein gut erschlossener Touristenmagnet ist, wurde ich neugierig angestarrt und ausgefragt, als ich durch ein paar etwas abgelegenere Dörfer kam. Anscheinend verirrt sich dort nicht allzu oft ein Tourist hin. Die Menschen leben dort noch ihr traditionelles, ländliches Leben, es fühlte sich an wie eine Zeitreise.

Gegenverkehr
Gegenverkehr
Elefantenkind
Elefantenkind

Was tun, wenn ein Nashorn oder Tiger angreift?

Am nächsten Tag ging ich auf eine Dschungelsafari, zu Fuß mit zwei Guides in den Chitwan Nationalpark. Mit etwas Glück kann man dort Nashörner sehen, mit ganz viel Glück auch mal einen Tiger. Mir war schon etwas mulmig zumute, als mein Guide mir erklärte, wie man sich verhalten sollte, wenn man von einem Tier angegriffen würde. Vor Nashörnern im Zickzack wegrennen, bis man einen erkletterbaren Baum sieht, dann ab dort hoch. Vor Tigern auf keinen Fall weglaufen, sondern in die Augen starren und langsam zurücklaufen.

Zu Fuß durch den Dschungel im Chitwan Nationalpark
Zu Fuß durch den Dschungel im Chitwan Nationalpark
Sonnenuntergang über dem Chitwan Nationalpark
Sonnenuntergang über dem Chitwan Nationalpark

Den ganzen Tag über passierte dann allerdings recht wenig, trotzdem war die Dschungellandschaft selbst schon ein super Erlebnis. Abends begegneten wir schließlich doch noch einem Nashorn mit ihrem Kind, sie liefen in sicherer Entfernung am Fluss entlang. Ich traf allerdings zwei Holländer, die 5 Tiger auf einmal gesehen hatten. Das war wohl so etwas wie der Jackpot, keinem der Guides ist sowas vorher schonmal passiert.

Auf einem Elefanten durch den Chitwan Nationalpark

Heute drehte ich noch eine Runde auf dem Rücken eines Elefanten durch den Dschungel. Das führte zur absolut besten Nashorn-Sichtung, die ich mir erträumen konnte: Zwei der seltsamen Riesen standen nur wenige Meter von mir entfernt. Der Geruch des Elefanten überdeckt wohl den der darauf reitenden Menschen, so dass die Nashörner nicht wegliefen.

Nashorn-Watching per Elefant
Nashorn-Watching per Elefant
Elefanten-Waschung
Elefanten-Waschung

Nun habe ich meine Sachen gepackt und mache mich auf den Weg nach Kathmandu. Zunächst erstmal zu Fuß, es gibt einen Dschungelweg, der zur Autobahn führt. Auf diesem werde ich die nächsten 5 Tage unterwegs sein und entweder im Zelt oder in den Dörfern in Home-Stays übernachten. Das wird auf jeden Fall ein ziemlicher Kraftakt, denn diesmal bin ich voll beladen unterwegs mit 22 kg auf dem Rücken.

One thought on “Chitwan Nationalpark – Mitten im Dschungel”

  1. hehe… Fotografiert dich grad ein Tiger auf dem Dschungelfoto!?! Deinem entspannten Gesichtsausdruck nach zu urteilen, scheint er wohl nicht weit weg zu sein.-)
    Liebe Grüße und Augen auf bei deinem kommenden Dschungelmarsch 8-)

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