Im Schnelldurchgang durch Costa Rica

Durch Costa Rica bin ich ein wenig durchgerast: 5 Stopps in 7 Tagen, dann war ich schon wieder draußen.




 
Die Grenzüberquerung von Panama nach Costa Rica lief problemlos. Kurz hinter dem Grenzübergang in Sixaola warf der Shuttlebus mich im karibischen Puerto Viejo raus. Dort quartierte ich mich für 2 Nächte ein. Der Ort selbst ist sehr touristisch und hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Momentan ist noch Nebensaison und Touristenorte ohne Touristen sind irgendwie noch schräger als Touristenorte mit Touristen. Viel schöner war dagegen ein Tagesausflug per Fahrrad ins 13 Kilometer südlich gelegene Manzanillo. Die Strände auf dem Weg dorthin und um Manzanillo herum sind einfach traumhaft.

Kneipe in Puerto Viejo
Kneipe in Puerto Viejo
Strand südlich von Manzanillo
Strand südlich von Manzanillo

Turrialba – Vulkan in den Wolken

Durch einen Blogpost von „Rapunzel will raus“ kam ich auf die Idee, das kleine Bergstädtchen Turrialba anzusteuern. Dort war es tatsächlich recht nett und authentisch, die Menschen waren freundlich und Touristen gab es kaum. Allerdings fiel die Hoffnung, einen Blick auf den aktiven Turrialba-Vulkan zu erhaschen, der erst vor einem Monat ausgebrochen ist, mal wieder ins Wasser, da er permanent von einer dichten Wolkendecke verhüllt war. Dafür lernte ich ein paar nette Einheimische in einer kleine Karaoke-Kaschemme kennen.

Der Vulkan von Turrialba in den Wolken
Der Vulkan von Turrialba in den Wolken
Begegnung in einem Bergdorf bei Turrialba
Begegnung in einem Bergdorf bei Turrialba

Zona Roja – No-Go-Area in San José

Von der Hauptstadt San José hatte ich bis dahin nur Negatives gehört. Hässlich und gefährlich sollte sie sein, aber ich war neugierig genug, um einen Pitstop für eine Nacht einzulegen. Nun, all zu viel Positives kann ich über San José auch nicht sagen. Die wenigen Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind unspektakulär und in 2 Stunden abgeklappert. Ich bin allerdings immer wieder fasziniert, wie dicht in solchen Städten sichere Viertel und No-Go-Areas beisammen liegen. Die Ecke, in der man als Touristen mit ziemlicher Sicherheit Probleme kriegen würde, ist in San José die „Zona Roja“. Diese liegt nur ungefähr 400 Meter vom sicheren Zentrum entfernt. Ich habe mich bis auf 50 Meter an die Zona Roja rangetraut, um mal zu sehen, was da so ist. Bin dann aber umgekehrt, weil es doch ein wenig dodgy wurde.

San Jose im Regen
San Jose im Regen
Streetart in San Jose
Streetart in San Jose

Abgefahrene Tiere im Nationalpark Manuel Antonio

Mein nächster Stopp war der Nationalpark Manuel Antonio, der zur Hauptsaison ziemlich überfüllt sein soll. Davon war in der Nebensaison nicht viel zu spüren. Ich bin früh aufgebrochen und hatte sogar den schönsten Strand des Nationalparks für ein paar Minuten ganz für mich alleine. Ich bekam auch eine ganze Menge Tiere zu Gesicht: Leguane, Affen und irgendwelche hochbeinigen Marder, die ich noch nie gesehen habe und von denen ich auch nicht weiß, wie sie heißen.

Strand im Nationalpark Manuel Antonio
Strand im Nationalpark Manuel Antonio
Ein Leguan und mein Rucksack
Ein Leguan und mein Rucksack

Jacó – der furchtbarste Ort

Nach dem Nationalpark steuerte ich Jacó an, einen Touriort an der Pazifikküste. Jacó stellte sich als der furchtbarste Ort meiner ganzen bisherigen Reise heraus. Es ist einer dieser Orte, der auf reiche, amerikanische Touristen ausgerichtet ist und überhaupt nichts eigenes hat. Auch in Jacó war Nebensaison, deshalb befand ich mich einfach ein einer hässlichen Geisterstadt. Der Strand war auch nicht schön und es lohnte sich nicht mal, ein Foto zu machen. Nach einer Nacht machte ich mich so früh wie möglich wieder aus dem Staub.

Die schönen Bergregionen im Landesinneren von Costa Rica übersprang ich, zu hoch war mir die Wahrscheinlichkeit, dass ich außer Wolken und Regen wieder nichts zu Gesicht bekommen würde. Und so kam es, dass ich mich nach nur 7 Tagen im Bus Richtung Nicaragua wieder fand. Ich habe wieder ein paar Arbeitstage vor mir und keine Lust, mich dafür in teuren Costa Ricanischen Hotels einzuquartieren. Und so richtig gepackt hat mich das Land irgendwie auch nicht. Ist manchmal eben einfach so.

3 Gedanken zu „Im Schnelldurchgang durch Costa Rica“

  1. Kann ich absolut verstehen dass es dir dort nich so gefallen hat, bin mit Costa Rica auch überhaupt nicht warm geworden… als ich das letzte mal nach San José geflogen bin, bin ich sofort in den nächsten Bus nach Nicaragua gestiegen ;)

    Hättest Du meinen Artikel vorher gelesen, hättest Du Dir die Nacht in Jacó gleich sparen können… der Ort ist halt vor allem für Sex-Tourismus bekannt, ähem ;)
    http://aworldkaleidoscope.com/backpacking-in-costa-rica-7-dinge-die-du-wissen-solltest/

    LG Steffi

  2. Ich bin zwar durchaus ein Freund von Costa Rica aber Jacó geht halt wirklich nicht. In der Hauptsaison wird es übrigens auch nicht besser, dann gibt es mehr Partys aber die sind eher langweilig.

    Costa Rica würde ich für Strände und Natur empfehlen, und nicht für die Städte.

  3. Interessanter Beitrag! Ich war bisher noch nicht in Costa Rica und plane momentan eine Costa Rica Rundreise. Die Städte werde ich nach diesem Bericht auf jeden Fall meiden. Da mich aber generell mehr die Natur interessiert und mich deine Fotos von den Stränden auch direkt wieder umgehauen haben, werde ich meinen Fokus bei der Reise auf die Strände und Tiere des Landes legen.

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